Von Oberstdorf nach Kemptener Hütte
Die erste Etappe der Alpenüberquerung beginnt in den Allgäuer Alpen, und zwar in dem bekannten Kurort sowie Ski- und Sportparadies Oberstdorf, das zudem die südlichste Gemeinde Deutschlands darstellt. Oberstdorf ist einer der Touristen-Magneten in deutschen Landen und auch bei Wanderern ist der Ort sehr beliebt (und er ist auf sie eingestellt), denn von Süden her laufen verschiedene Täler auf ihn zu, die zu mehr oder weniger ausgedehnten Bergwanderungen einladen: Kleinwalsertal, Illachtal, Oytal, Stillachtal, Gerstrubental und Trettachtal. Das letztgenannte Tal ist jenes, durch das Ihr Weg Sie nun zuerst führen wird.
Durchs Trettachtal …
Das Trettachtal ist für den geologisch interessierten Wanderer ein besonderes Anschauungsstück, denn hier sind besonders gut die Liasschichten zu erkennen, auf denen der Hauptdolomit am Talschluss liegt. Der gesamte Allgäuer Hauptkamm besteht aus diesem Dolomit, der über den Liasfleckenmergel geschoben wurde. Das Wandern durch das Tal und entlang des Trettachbaches ist dann beherrscht vom Eindruck der grün, aber steil aufragenden Talwände, gekrönt von Krottenspitze, Füschießer, Nebelhorn und anderen Gipfeln mit 2.000 und mehr Höhenmetern.
… hinauf zur Hütte
Sie wandern auf einem breiten Güterweg durchs Tal und weichen dabei zahlreichen wildschäumenden Bächen aus, bis Sie zum Sperrbach gelangen, den Sie dann queren müssen. Sie wandern noch ein gutes Stück an ihm entlang und nach seiner erneuten Querung merklich ansteigend zum Tagesziel hinauf. Drahtseile sichern den teilweise schlüpfrigen oder auch eisbesetzten Tobel, über den der Weg an dieser Stelle führt. Ein steiler Hangweg bringt Sie über den Tobel, dann ein relativ breiter Steig in Richtung Muttlerkopf, und schließlich schiebt sich unterhalb des Kratzer-Felsgipfels die Kemptner Hütte auf 1.844 m in den Blick. Der erste Tag ist geschafft.
Wie geht es weiter
Eine vollständige Wegbeschreibung finden Sie im Wanderführer Europäischer Fernwanderweg E5







