Von Kemptener Hütte nach Memminger Hütte

Heute steht ein langer Wandertag in die Lechtaler Alpen auf dem Programm, der allerdings um ein Drittel abgekürzt werden kann, da man für einen Teil des Weges auch Bus oder Taxi nehmen kann, was bei entsprechender Witterung sogar ratsam sein kann. Der Weg führt Sie zunächst hinauf zum Oberen Mädelejoch, wo der Heilbronner Höhenweg abzweigt. Sie durchqueren den Jochbereich und gelangen nach Übertritt auf österreichisches Staatsgebiet. Falls noch Schnee liegt, dient die weithin sichtbare rot-weiße österreichische Landestafel als Orientierung. So kommen Sie zum Roßgumpengraben, von wo aus Sie ins Höhenbachtal absteigen.

 


Die Almen des Höhenbachtales

Der Abstieg ins Tal ist steil und beschwerlich, besonders in der ersten halben Wegstunde, wo er über einen nicht ungefährlichen Felsabtritt geführt wird. Dann läuft es sich besser, und Sie gelangen auf eine Alm. Sie überqueren das Weidegebiet und treten ein in Tannen- und Latschenwald, durch den hindurch Sie das Höhenbachtal erreichen. Unterhalb des Hohen Lichts verläuft der Weg zur Rappenseehütte und dann zur Hinteren und Vorderen Schochenalm unterhalb der Roten Tenne. Nun ist bald der Talausgang erreicht, wo eine stets geöffnete Jausenstation zur wahrscheinlich heiß ersehnten Wegpause lädt.

 

Weiterwandern oder nicht?

Sie sind nun gute sechs Stunden unterwegs, und es besteht die Möglichkeit, an der Jausenstation ein Taxi oder – zusammen mit anderen Erschöpften – einen Kleinbus zu mieten, der Sie zum Ziel bringt. Alternativ könnten Sie auch im nahen Berggasthaus „Hermine“ Unterkunft finden. Andernfalls führt Ihr Weg Sie nun an und über den Lech hinweg. Auf einem Wiesenweg geht es zu Füßen des Sonnenkogels und am Dorf Unterstockach vorbei zum Eingang des Alperschontales. Sie aber gehen weiter in Richtung Madau, am Ort vorbei und in das Parseiertal hinein. Eine Stunde Weg talaufwärts sind noch zu bewältigen, dann ist das Ziel, die Memminger Hütte, erreicht. Imposant ist dabei besonders das unterhalb des Seekogels verlaufende Teilstück.

Wie geht es weiter

Eine vollständige Wegbeschreibung finden Sie im Wanderführer Europäischer Fernwanderweg E5

 

Fotos

Mit freundlicher Genehmigung von Andreas Bartsch: www.alpenfernwandern.de und Stephan Schmitz