Von Neuhaus nach Schwarzburg
Das Olitätenland Heute haben Sie ein besonders interessantes und abwechslungsreiches Wegstück vor sich. Sie steigen zunächst von den Höhen des Rennsteigs nur knapp 100 Höhenmeter ab und wandern über die alte Poststraße Richtung Cursdorf und Oberweißbach. Dort überschauen Sie von dem auf dem 785 m hohen Oberweißbacher Kirchberg schon 1890 errichteten Aussichtsturm (Fröbelturm) nahezu den gesamten Thüringer Wald und damit auch die bisher zurückgelegte Wegstrecke. Die schmucken Schieferfassaden von Oberweißbach erreichen Sie am Geburtshaus und heutigen Museum des Pädagogen Friedrich Fröbels. Der heute ohne viel Nachdenken und selbstverständlich gebrauchte Begriff „Kindergarten“, wurde von ihm das erste Mal für Einrichtungen zur Kinderbetreuung bestimmt. An der wirtschaftlichen Entwicklung der abgelegenen Bergregion rund um Oberweißbach hatte der Olitätenhandel, die Herstellung und der Vertrieb von Heilmitteln, Ölen und Balsamen, im 17. und 18. Jahrhundert entscheidenden Anteil. Auch hierüber informiert das Fröbelmuseum.
Touristenmagnet Oberweißbacher Bergbahn
In Lichtenhain führt Ihr Weg zur Bergstation der Oberweißbacher Bergbahn. Rund 200 000 Besucher werden jährlich von der historischen, komplett restaurierten und so in die Gegenwart geretteten, nun praktisch erlebbaren Bahngeschichte angezogen. Aus dem mehr als 300 Höhenmeter tiefer im Schwarzatal gelegenen Obstfelderschmiede wird der Triebwagen huckepack, über eine Strecke von 1,4 km mit der Standseilbahn heraufgezogen, um dann selbständig den Weg bis Cursdorf zurückzulegen. Im weiteren Verlauf Ihrer Wanderung erlaubt ein Blick auf die Talstation in Obstfelderschmiede, tief unten im Schwarzatal, die Abschätzung der Dimension der hier 1923 installierten Anlage.
Zum Gold der Schwarza
Im extrem steilen Hang des Roten Steinbergs wandern Sie in bequemer Neigung in das wildromantische Tal der Schwarza. Die Schwarza gilt als der goldreichste Fluss Deutschlands. Die Zeit der Goldwäsche ist allerdings längst Vergangenheit und häufig angebrachte Schilder „Goldwaschen verboten“ sind heute eher scherzhaft zu verstehen. Den wahren Reichtum entlang des Flusslaufs stellt die schon früh unter Schutz gestellte Natur dar. Bis zu seiner Mündung bei der Ortschaft Schwarza wandern Sie jetzt im ältesten Naturschutzgebiet Thüringens. Zunächst geht es dabei bis nach Schwarzburg unter dem Schlossberg des alten Fürstentums Schwarzburg-Sondershausen durch eine immer noch weitgehend unverfälscht erhaltene Flusslandschaft.
Wie geht es weiter
Eine vollständige Wegbeschreibung finden Sie im Wanderführer
Fotos
Mit freundlicher Genehmigung von Martin Simon.







