Von Einruhr nach Gemünd
Ab Einruhr (ja, jetzt einmal mit „h“ geschrieben) treten Sie in das Gebiet der Rurseen ein, einen besonders schönen Teil des Nationalparks. Hier besteht die Möglichkeit, es sich für einen Teil des Eifelsteiges bequem und schön zu machen, indem Sie ein knappes Drittel der Etappe per Schiff auf dem Obersee zurücklegen und erst ab der Urfttalsperre wieder Schusters Rappen bemühen. Allerdings ist auch der Fußweg oberhalb des Sees durch den Wald und später über offene Wiesen sehr reizvoll. Die Ruhe wird nur durch den Gesang unzähliger unterschiedlicher Vogelarten durchbrochen, so dass eine schwierige Entscheidung zu treffen ist.
Im Nationalpark Eifel
Der in der Eifel gelegene Nationalpark ist der einzige Nationalpark Nordrhein-Westfalens, und Sie können sich darauf freuen, ihn kennenzulernen. Wobei natürlich erwartet wird, dass Sie den strikten Anweisungen zum Schutz der Parklandschaft und seiner Flora und Fauna folgen. Im Parkgebiet wechselt der Eifelsteig übrigens seine Markierung. Hinter Einruhr führt der Weg Sie zunächst etwas auf die Höhe über dem Obersee und folgt dem Südufer in einiger Entfernung. Dann aber gelangen Sie wieder unmittelbar ans Seeufer und folgen diesem bis zur Staumauer der Urfttalsperre, von der aus Sie einen schönen Blick auf beide Seen haben.
Auf dem Wildnis-Trail
Zum Urftsee halten Sie weniger direkten Kontakt, denn Ihr Weg führt schon ab der Sperrmauer vom Ufer fort und auf die umliegenden Berge hinauf. Sie durchstreifen das Gelände der Wüstung Wollseifen, eines ehemaligen Truppenübungsplatzes, und kommen zur Ordensburg Vogelsang, einer protzigen, von den Nazis errichteten Schulungsanlage der NSDAP (zu besichtigen, tägliche Führungen). Hinter der Burg stößt dann ein Katzenkopf als Markierung zu Ihrem Weg, denn Sie wandern nun auch auf dem Wildnis-Trail, einem Wanderweg, mit dem in vier Tagen der Nationalpark genauestens erschlossen werden kann. Und vielleicht regt der Wildnis-Trail Sie ja an, noch einmal wiederzukommen?
Wie geht es weiter
Eine vollständige Wegebeschreibung finden Sie in dem Wanderführer zum Weg. Infos und bestellen
Fotos
Mit freundlicher Genehmigung von Ingrid Retterath







