Von Altenstadt nach Hirzenhain
In Altenstadt überschreiten Sie den Limes, jene Grenze, die vor 2000 Jahren die strahlende römische Zivilisation von den dunklen Gebieten der germanischen Barbaren trennte. Sie durchqueren die Aue der Nidder und gelangen über Oberau und Rommelshausen, Teil der Gemeinde Limeshain, die im Namen noch an die antike Grenze erinnert, sowie über Düdelsheim zum Glauberg.
Dort finden Sie einen rekonstruierten keltischen Fürstengrabhügel. Der Fund gleich dreier Fürstengräber aus dem 5. Jahrhundert stellte 1994-96 eine archäologische Sensation dar. Die Jahrtausende zurückreichende Geschichte von Ort und Berg wird dem Besucher im Museum von Glauburg anschaulich vermittelt.
Klosterruine und Schafskirche
Auf dem Weg zur Klosterruine Konradsdorf bietet sich ein schöner Blick zurück auf die Aue der Nidder. Konradsdorf wurde im 12. Jahrhundert als Prämonstratenserkloster auf dem Areal einer noch älteren und größeren Saalkirche und Burganlage gestiftet. Kirche und Nonnenhaus sind heute noch erhalten und eine Besichtigung wert.
Die Schmiede von Hirzenhain
Ihr Weg führt im folgenden durch den Wald sowie bei Bobenhausen, auf der einstigen Hohen Straße, durch einen idyllischen Hohlweg, bis vor Lißberg die hübsche kleine, jetzt sorgfältig restaurierte Schafskirche in Sicht kommt, die im 16 Jahrhundert an einer Stelle errichtet wurde, wo der Leichenzug gerastet haben soll.
Im Ort Lißberg laufen Sie den gleichnamigen Berg hinauf, ein Weg, auf dem sich Burgruine, Ortskern und Kirche malerisch bergan erstrecken. Neben der Pfarrkirche finden Sie im Musikinstrumentenmuseum die größte Drehleier- und Dudelsacksammlung der Welt vor. Hirzenhain, Ihr heutiges Ziel, ist nun nicht mehr weit.
Der Ort steht ganz im Zeichen der Schmiedekunst, die seit dem 14. Jahrhundert hier blühte. Mit den metallverarbeitenden Manufakturen der Familie Buderus, die seit dem 17. Jahrhundert hier Hochöfen betrieb, fand diese auch einen ersten industriellen Höhepunkt. Versäumen Sie es nicht, das Kunstgussmuseum zu besuchen. Die sakrale Geschichte des Ortes zeigt sich demgegenüber nicht mehr so üppig wie einst, denn von dem hiesigen alten Augustinerkloster ist wenig mehr als die Kirche geblieben








