Von Blankenau nach Fulda
Der Start zum letzten Tag Ihrer Pilgerschaft auf der Bonifatius-Route kann noch wenig warten, denn Blankenau, die alte Grenzstadt zwischen dem Königreich Preußen und dem Großherzogtum Hessen, kann mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten aufwarten. Burg Blankenau, das Hospital St. Elisabeth, das alte Torhaus und ein ehemaliges Zisterzienserkloster etwas außerhalb der Stadt lohnen die Aufmerksamkeit. Die neobarocke Kirche von Hainzell und die Kirche von Kleinheiligkreuz sind weitere schöne Sakralbauten in den zwei folgenden Ortschaften, zu denen Sie der Pilgerweg vornehmlich durch Wald und angereichert durch eine wiederum nicht geringe Anzahl von Bächen führt.
Letzte schöne Fernblicke
Ein schöner Waldpfad, dessen letztes Stück mit 14 Kreuzwegstationen versehen ist, die von vielen Gläubigen besucht werden, führt Sie nun zur Schnepfenkapelle. Von der Höhe reicht der Blick an dieser Stelle bis in die Rhön. Kurz hinter der Schnepfenkapelle wechseln Sie auf Ihrem Weg zum Ziel der Pilgerschaft in Fulda auf die Antsanvia, einen uralten, wohl schon in der Vorzeit genutzten Weg. Malkes und Rodges sind die letzten Ortschaften, die Sie vor Ihrem Ziel durchschreiten.
Dann führt Ihr Weg Sie auf den Schulzenberg hoch. Von der Kuppe des Berges haben Sie einen phantastischen Rundblick über das Land, der Sie nun erstmals auch Fulda erblicken lässt. Die Stadt wird optisch dominiert von den Türmen des Domes, an dem die Bonifatius-Route endet. Der Weg ist nicht mehr lang, der Sie nun über die Langebrücke (die schöne historische Brücke wurde im Krieg zerstört) nach Fulda an der Fulda hinein führt.
Fulda
Der letzte Abschnitt durch die Stadt führt Sie direkt zum Dom und zu dem Altar, in dem die Überreste des Heiligen Bonifatius zur Ruhe gebettet wurden, nachdem der Leichenzug den Weg beschritten hatte, der nun auch hinter Ihnen liegt. Die Pilgerschaft ist damit zu Ende gebracht. Doch eigentlich ist der Weg wohl erst richtig beendet, wenn Sie, neben den anderen Sehenswürdigkeiten Fuldas, auch das Kloster besucht haben, das einst St. Bonifatius gründete und das in den nachfolgenden Jahrhunderten bis heute einen reichen kulturellen und spirituellen Einfluss in Deutschland ausübte: „Es ist ein Waldgebiet da in einer Einöde ... in dem wir ein Kloster erbaut haben ...“








