Von Berlin nach Linum
Großstadt oder Land Der Weg beginnt in Berlin-Mitte und würde Sie über etwa 20 Kilometer über den Asphalt, dabei aber auch zu mancher Sehenswürdigkeit von Groß- und Hauptstadt führen. Zum Beispiel mit der Marienkirche und der Heilig-Geist-Kapelle sowie über den historischen Wunderblutweg wandernd (von dem freilich nichts mehr zu erkennen ist) haben Sie die Möglichkeit, selbst innerhalb der quirligen Stadt den Spuren der Pilger zu folgen. Der Weg am Humboldt-Schloss vorbei und durch den Tegeler Park nach Heiligensee entbehrt ganz sicher nicht einiger ruhiger Abschnitte sowie diverser Sehenswürdigkeiten. Trotzdem werden viele Pilger es vorziehen, mit der S-Bahn hinaus nach Hennigsdorf zu fahren und Ihre Wanderung an der Grenze zum ländlichen Brandenburg zu beginnen.
Hennigsdorf / Bötzow
Wenn Sie die Wanderschaft in Hennigsdorf beginnen, so erreichen Sie noch am selben Tag Linum, beginnen Sie jedoch in Berlin-Mitte, so müssen Sie die Strecke teilen und hier oder in Bötzow Unterkunft suchen. Übergangslos schreiten Sie in Hennigsdorf aus der Großstadt hinaus in die ländliche Gegend im Nordwesten von Berlin. Fast sofort stehen Sie im Stadtforst Falkenhagen, durch den Sie Ihren Weg fortsetzen, bis Sie, dann durch Wiesen und Felder wandernd, in Bötzow ankommen. Hier sei Ihnen der Besuch der Feldsteinkirche ans Herz gelegt, die mit alten gotischen Fresken, einer Kreuzigungsgruppe und besonders einer prunkvollen Marienkrönung im Chorraum beeindruckt.
Über die Poststraße zum Luch
Mehr als die Hälfte der Zeit wandern Sie zwischen Bötzow und Linum über die Strecke der Alten Hamburger Poststraße, die fast die ganze Zeit durch einen auch heute noch einsamen Wald führt, unterbrochen nur von zwei unumgänglichen Autobahnunterquerungen. Hinter Flatow – beachten Sie die Dorfkirche – erreichen Sie das Luchgebiet, ehemals zusammenhängende Moore, die vom „Alten Fritz“ teilweise entwässert wurden, teilweise aber noch in ursprünglicher Form erhalten sind. Das Kremmener Luch ist das älteste Naturschutzgebiet Deutschlands und heute noch bevölkert von Kranichen, Reihern, Fischadlern, Bibern, Ottern und Rotwild, letzteres in großer Zahl.
Wie geht es weiter
Eine vollständige Wegbeschreibung finden Sie im Wanderführer: Brandenburg: Mittelalterlicher Jakobsweg.
Fotos
Mit freundlicher Genehmigung von Conrad Stein Verlag







