Von Wusterhausen nach Görike
Aufenthalt in Wusterhausen & Co. Wusterhausen ist eine erstmals im 13. Jahrhundert erwähnte Stadt, die als Hafenstadt einst vornehmlich die Rolle des Umschlagsplatzes für den Salzhandel über die Elbe aus Lüneburg einnahm. Bemerkenswert sind besonders die Stadtkirche St. Peter und Paul und die Stephanuskapelle. In beiden Häusern finden sich beeindruckende Fresken. Interessant wäre auch ein Abstecher zur Nikolaikirche in dem nur vier Kilometer entfernten Wildenberg, was sich, auch angedenk eines schönen Badesees in Wusterhausen, zu einem netten Tag der Ruhe und einem kleinen Weg in Wusterhausen aufaddieren könnte.
Uferpromenade
Nördlich von Wusterhausen liegt langgestreckt der Klempowsee, und Sie werden gut 5 Kilometer unter Pappeln an seinem Ufer entlang promenieren. Nach dann noch einem kleinen Stück durch Uferwald und ein wenig Wiese erreichen Sie Kyritz, den Zwischenstopp der heutigen Etappe auf dem Weg nach Görike. Die ebenfalls im Mittelalter entstandene Stadt Kyritz lädt den Pilger zum Besuch des Franziskanerklosters und der Marienkirche ein, letztere mit schöner Statue der Anna Selbdritt, einem seltenen, zweiflügeligen Achatius-Altar und einem imponierend-gewaltigen, achteckigen Taufbecken.
Entlang der Königsfließ
Königsfließ heißt das kleine Gewässer, das mit vielen Bewässerungsgräben und Fischteichen versehen Ihrem Weg nach Görike die grobe Richtung weist. Rehfeld, Berlitt und Barenthin heißen die Weiler am Weg. Felder und recht kleine Wäldchen stellen die vorherrschende Landschaft dar. Wieder verlocken die Feldsteinbauten der jeweiligen Dorfkirchen dazu, bei den ansässigen Schlüsselverwahrern um Einlass zu bitten, der auch gern gewährt wird. Die Dörfer allerdings sind so klein, dass Sie sich vorab in Kyritz gut mit Wasser und einer kleinen Mahlzeit versorgen sollten, denn es gibt keine Möglichkeit zur Einkehr auf dem 18 km langen Weg. Für die nächtliche Unterkunft wird es nötig werden, mit öffentlichen Verkehrsmitteln voraus oder zurück zu fahren oder die Etappe etwas anders einzuteilen.
Wie geht es weiter
Eine vollständige Wegbeschreibung finden Sie im Wanderführer: Brandenburg: Mittelalterlicher Jakobsweg.
Fotos
Mit freundlicher Genehmigung von Conrad Stein Verlag







