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Von Bad Wilsnack nach Havelberg

Bad Wilsnack Der Ruhm als Wallfahrtsort währte nicht sehr lange, denn nach der Reformation geriet dieser wichtige Aspekt Wilsnacks fast völlig in Vergessenheit. Viele Aspekte des Hostienwunders und seiner folgenden Geschichte sind ungeklärt, und heute haben Sie die Möglichkeit, in Wilsnack die Erforschung der Stadt- und Kirchengeschichte mitzuverfolgen. In erster Linie natürlich durch einen ausgedehnten Besuch der Stadtkirche Sankt Nikolai und ihrer Schätze. Aber auch ein Besuch der Jod-Eisen-Sole-Thermen mag interessant und entspannend sein, ebenso wie Ausflüge in die nähere Umgebung, etwa in das „Storchendorf“ Rühstädt oder das „Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe“. Ein etwas längerer Aufenthalt in Bad Wilsnack lohnt sich sicherlich.

 


Richtungsänderung nach Süden

Gegenüber dem großen Südportal der Wunderblutkirche geht es wieder weiter. Schnell ist ein kleines Wohngebiet durchschritten, und es eröffnet sich eine Kastanienallee, die durch Felder und über zahlreiche Gräben nach Süden führt ins nahe Legde. Wieder finden Sie ein Beispiel für eine mächtige, gedrungene gotische Kirche vor, diesmal jedoch aus Back- statt Feldstein errichtet. In der Dorfstraße fällt auch noch ein mächtiges Sandsteindenkmal auf, das an Dietrich von Quitzow erinnert, der hier erschlagen wurde. Weiter geht es südlich nach Lennewitz und Quitzöbel, direkt oberhalb der Mündung der Havel in die Elbe gelegen.

 

Elbauen

Wenn Sie Quitzöbel verlassen, haben Sie das Havelmündungsgebiet und die Elbauen vor sich liegen. Sie laufen über die Werbener Straße, deren Name an die nicht mehr existierende Fährverbindung zur Stadt Werben am anderen Elbufer erinnert. Durch Eichen und Kiefern gelangen Sie hinunter zur Havel, queren sie und laufen auf ihrem Deich entlang, der Ihnen weite Blicke in die Flussauen der Havel und des großen Stromes gestattet. Gänse, Silberreiher, Hasen und Rotwild bevölkern das Feuchtgebiet, und am Horizont ragt der Turm des Havelberger Doms in die Höhe. Bis Sie bei der achteckigen St. Annenkappelle in Havelberg anlangen, genießen Sie die weite Flusslandschaft.

Wie geht es weiter

Eine vollständige Wegbeschreibung finden Sie im Wanderführer: Brandenburg: Mittelalterlicher Jakobsweg.

Fotos

Mit freundlicher Genehmigung von Conrad Stein Verlag