Von Havelberg nach Hohenberg-Krusemark
Havelberg Schon vor der vorletzten Jahrtausendwende wurde Havelberg als Bistum von Kaiser Otto I. eingesetzt. Der Dom St. Marien, vor allem sein Turm, beherrscht die Landschaft auf viele Kilometer ringsum. Er ist immer eine Besichtigung wert, ebenso die Stadtkirche St. Laurentius und das fast vollständig erhaltene Kloster, das heute unter anderem das Prignitz-Museum enthält. Im Falle von St. Laurentius ist besonders die Beginenhospitalkapelle St. Spiritus von Interesse, die neben ihrer spirituellen Bedeutung auch eine Dauerausstellung zum Biosphärenreservat Elb-Auen unterhält.
Eine traditionsreiche Fährschifffahrt
Über Kopfsteinpflaster, durch eine Pappel- dann eine Eichenallee, verlassen Sie Havelberg nach Westen Richtung Elbufer. Die ganzjährig betriebene Gierfähre über die Elbe ist mindestens seit 1472 in Betrieb und kann somit unter anderem auch auf eine reiche Pilgertradition zurückblicken. Die Landschaft entspricht auch heute wieder einer reichen Flussaue mit bewegtem Tierleben. Der Deich erlaubt Blicke über die flache Weite. Der erste linkselbische Ort ist Räbel, dann geht es nördlich hoch nach Werben, einen im Mittelalter bedeutenden Wallfahrtsort, der sich um die gewaltige Hallenbasilika der Kirche St. Johannis herum gruppiert.
Die Alte Elbe
Die historische Fachwerkaltstadt Werbens wird zur Zeit restauriert, und es deutet sich an, dass hier ein Kleinod in altem Glanz wiedererstehen wird. Dann geht es wieder direkt nach Süden – Sie könnten Werben ab der Elbüberfahrt auch aussparen, was aber schade wäre – und über einen Deichweg in das Naturschutzgebiet „Alte Elbe“ hinein, ein Niedermoor mit breitem Schilfgürtel und altem, urwüchsigem Baumbestand, meist sind es Eichen. Sie bleiben in der Nähe der Elbe und ihrer Auen, bis Sie Osterholz erreichen, wo Sie nach rechts, Westen, Richtung Schwarzholz und Hohenberg-Krusemark abbiegen. Unterwegs weist der zu DDR-Zeiten verwaiste Ort Käcklitz, von dem fast nur noch eine Kirchenruine steht, auf die jüngere Vergangenheit hin.
Wie geht es weiter
Eine vollständige Wegbeschreibung finden Sie im Wanderführer: Brandenburg: Mittelalterlicher Jakobsweg.
Fotos
Mit freundlicher Genehmigung von Conrad Stein Verlag







