Von Hohenberg-Krusemark nach Tangermünde
Zum Fluss 23 Kilometer Weg trennen sie noch von Tangermünde und dem Ende Ihrer Pilgerschaft. In südöstlicher Richtung führt der Weg Sie an die Elbe zurück, die Sie bis zum Zielort nicht mehr verlassen werden. Ein schöner Tag am großen Strom entlang beschließt den Weg. Eine Obstbaumallee führt Sie zum Fluss, doch werden Sie sicherlich in Krusemark Halt machen wollen, steht doch hier noch einmal eine höchst beeindruckende romanische Feldsteinkirche aus dem 12. Jahrhundert mit einer von Gerhard Wou gegossenen Glocke. An der charmanten Fachwerkstadt Arneburg erreichen Sie den Fluss.
Arneburg
Die Ursprünge Arneburgs reichen ebenfalls, wie schon im Falle Havelbergs, bis in die ottonische Zeit zurück, was sich in einer Reihe von Mauerresten sowie der Stadtkirche und den Ruinen auf dem Burgberg widerspiegelt. Weit schweift der Blick vom Burgberg über die Elbe und das flache Land. Auch Billberge, Storkau und Hämerten, die letzten Orte vor Tangermünde, sind hier schon zu sehen. Bald werden Sie sie auf dem Weg durch die Auen durchstreifen und sich vielleicht die Geschichten erzählen lassen können, die jedem Dorf zu Eigen sind: die der Familie Storkau, die des Deichbaus in Hämerten usw.
Tangermünde
In Tangermünde endet der Weg mit einem letzten Höhepunkt, der Sankt-Stephanskirche. Die gesamte Ausstattung der Kirche ist bemerkenswert, den Pilger aber wird besonders die erste große Jakobusfigur auf dem Weg interessieren, die im südlichen Chorgang zu finden ist. Seine Burg und viele Wohnhäuser hat das im Dreißigjährigen Krieg hart umkämpfte Tangermünde schon damals verloren, aber Salzkirche, St. Nikolaikirche und Rathaus stehen noch in ganzer Pracht und harren der Besichtigung. Aber auch von Kloster, Burganlage und Befestigungen ist noch genug erhalten, um erahnen zu können, wie schön und bedeutend Tangermünde einst war. Ein schöner Abschluss des Weges ist Ihnen garantiert.
Wie geht es weiter
Eine vollständige Wegbeschreibung finden Sie im Wanderführer: Brandenburg: Mittelalterlicher Jakobsweg.
Fotos
Mit freundlicher Genehmigung von Conrad Stein Verlag







