Von Wildeshausen nach Visbek
Ein uraltes Kirchspiel In Wildeshausen finden Sie neben mittelalterlicher Altstadt, Rat- und Bürgerhaus sowie einem schönen Markt auch die einzige Basilika im Oldenburger Land, die Alexanderkirche. Die Kirche ist benannt nach dem Hl. Alexander, dessen Gebeine noch vor der ersten Jahrtausendwende aus Rom hierhin nach Wildeshausen überführt wurden, wo es eine Kirche schon vor 850 n. Chr. gegeben haben muss. Dadurch wurde der Ort ein bedeutendes Missions- und Wallfahrtszentrum. Die heute zu besichtigende Basilika ist jünger, aber mit etwa 700 Jahren noch immer von ehrwürdigem Alter und einer ebensolchen Anmutung.
Auf den Pickerweg
Kurz hinter Wildeshausen zweigt von der Flämischen Straße auch der Pickerweg ab, welcher Sie von nun an bis zum (vorläufigen) Ziel der Pilgerschaft in Osnabrück geleiten wird. Der Begriff Pickerweg stamme, so lautet die unbewiesene Vermutung einiger heutiger Historiker, wahrscheinlich vom lateinischen Wort „peccare“ ab, was „sündigen“ bedeutet. Und mit dieser Namensdeutung würde die zentrale Funktion des Weges als Pilgerroute von Sündern nach Rom bzw. Santiago de Compostela auch nochmals ganz klar deutlich. Heute wird der Weg als Wander-, Rad- und allgemeiner Ausflugsweg benutzt und ist entsprechend ausgebaut und meistenteils von motorisiertem Verkehr entlastet.
Visbeker Land
Eine reizvolle Landschaft erwartet Sie jetzt: Die vorherrschenden Felder und Waldstücke werden immer wieder durchbrochen von Bächen, Höfen und einer Reihe von Mühlen. Einzig in der Nähe der Visbeker Braut, einem prähistorischen Steingrab, wird es durch die Nähe zur Autobahn A 1 etwas laut. Sie erreichen zuerst die Aumühle, heute ein kleines Wasserkraftwerk, dann gelangen Sie zu den Großsteingrabanlagen bei Visbek, einer mehr als 1200 Jahre alten Siedlung südwestlich von Wildeshausen. Deren Name deutet darauf hin, dass einst der Fischreichtum der dortigen Wasserläufe die ersten Siedler dieser nördlichsten Ortschaft des Landkreises Vechta anzog.







