Von Visbek nach Vechta
Visbek Doch es waren wohl nicht nur die Fische, sondern auch der geistige Hunger, der die Menschen ab etwa 800 Jahre nach Christi Geburt in die Region zogen. Visbek ist vielmehr die Keimzelle eines damals unter Abt Castus entstandenen Missionsbezirkes gewesen. Der Ort stand zunächst unter Herrschaft von Kloster Corvey, ab 1088 wurde er der Diözese Osnabrück zugeschlagen. Interessant ist auch die Geschichte der Kirche St. Vitus zu Visbek, die, wenn auch unter anderem Namen, bereits seit 787 besteht und heute als ein 1872 errichteter Sakralbau schon in seiner siebten Ausgestaltung dasteht. Ein Klosterbau ist allerdings nicht zu besichtigen, da selbiger nie fertiggestellt wurde, dafür gibt es jedoch eine Lourdesgrotte.
Jakobus in Lutten
Ihr Weg führt, eventuell nach einem Abstecher zur Grotte noch auf dem Gebiet der Ortschaft, in südlicher Richtung aus Visbek hinaus nach Astrup und durch das Freesenholz, das einzige zusammenhängende Waldstück am heutigen Tage, bis hinunter nach Lutten. Sie setzen über den Mühlbach und treffen in Lutten auf die Jakobuskirche, eine neugotische Wandpfeilerkirche mit modernem Jakobusfenster über dem Hauptportal und einer alten Jakobusstatue im Inneren. In den flankierenden Fenstern finden Sie Darstellungen gestaltet wie im Gloriaportal in Santiago de Compostela.
Klein-Vatikan
Mit Lutten verlassen Sie auch den Geestrücken, den Sie in den vergangenen zwei Tagen beschritten haben und begeben sich in das Dinklager Becken, das die trockene Geest mit dem weitläufigen Feuchtgebiet um den Dümmer See und den umgebenden Moorlandschaften verbindet. Über Oythe geht es jetzt schnell nach Vechta hinein. Vechta ist übrigens ein streng katholischer Vorposten im umgebenden evangelischen Gebiet - angeblich so streng, dass es sich den Spitznamen „Klein-Vatikan“ eingehandelt hat, was vor Ort aber mit Schmunzeln und nicht gänzlich ohne Stolz zur Kenntnis genommen wird.







