Von Vechta nach Steinfeld
Vechta Vechta wurde im 11. Jahrhundert als dem Bistum Osnabrück zugehörige Zoll- und Münzstation in der „Feuchten Au“ gegründet. Der Ort wurde im 17. Jahrhundert durch einen Brand nahezu völlig zerstört, so dass keine mittelalterlichen Spuren verblieben sind. Doch kann das reiche Städtchen auf einige Sehenswürdigkeiten wie die Propsteikirche St. Georg und das „Museum im Zeughaus“ verweisen und verfügt heute sogar über eine Universität, was es zu einem Anziehungspunkt für junge Leute aus der gesamten Region werden ließ. Unterkunft finden Sie hier in großer Auswahl, und die sympathische Innenstadt lädt mit vielfältigen Restaurationsbetrieben zum Verweilen.
Das Moor
Sie verlassen Vechta in südöstlicher Richtung, in den Ortsteil Füchtel gehend, wo Sie sich nach Süden wenden und am Rande des Poggenmoores entlang wandern. Sie queren die Theklabrücke, die der Heiligen des Nutzviehs geweiht ist, von welchem sie hier einst einiges wundersam gerettet haben soll, und wandern durch wechselnd ausgeprägte Moorlandschaften. Ein großer Teil des Moores ist längst abgetorft, aber einige Stellen am östlichen Rand der Dammer Moräne vermitteln noch einen guten Eindruck davon, wie einst die gesamte Gegend hier ausgesehen haben muss. Die Stadt Lohne selbst berührt der Weg nicht, aber ein Abstecher für eine kleine Rast kostet nur einen geringen Umweg.
Kleinodien am Weg
Schon kurz hinter Vechta verlassen Sie die mit Wald bestandenen Wegabschnitte und bewegen sich den größten Teil des Tages im Freien über Feld- und Wirtschaftswege. Hinter Lohne ist als besonders beeindruckende Sehenswürdigkeit St. Anna Klus zu erwähnen, eine Kapelle mit Heilquelle, die seit dem 16. Jahrhundert Ziel von Wallfahrten ist. Nicht minder interessant sind dann der St. Anna Stift und die Herz-Jesu-Kirche in Kroge sowie der von einer baumbestandenen Wallanglage umgebene Wassenberghof kurz vor dem Tagesziel in Steinfeld. Die Wallanlage diente jedoch weniger dem Schutz vor Angriffen als vielmehr dazu zu verhindern, dass die Reisenden „vergaßen“, den Wegzoll zu entrichten.







