Von Vörden nach Engter
Vörden Vörden entstand rund um eine von sieben Stiftsburgen, mit denen das Bistum Osnabrück im Mittelalter die Herrschaft seines Gebietes absicherte. Von der Burg ist heute nur noch der Burggraben zu sehen, in dem und um den herum eine Parklandschaft entstanden ist, die zu einem Spaziergang und zum Verweilen lädt. Erahnen kann man die alte Burg auch noch, wenn man sich den Hof der Kirche St. Paulus in Vörden sowie die umgebenden Anlagen genau ansieht, denn sie sind auf dem Gebiet des alten Nordflügels errichtet worden. Doch auch der Besuch des Inneren der Kirche mit ihrem auffallend schönen Chorgestühl ist anzuraten, bevor es Sie weiter gen Süden zieht.
In der Dümmerniederung
Von Vörden aus geht es in die Dümmerniederung – auch wenn Sie den namensgebenden See selbst nicht erreichen werden –, einst ein riesiges zusammenhängendes Moorgebiet, dessen Durchquerung außer im trockensten Sommer sehr gefährlich sein konnte. Das Bistum legte hier eigens einen Damm für die Reisenden an. Durch Abtorfung und landwirtschaftliche Nutzung ist von der Gefahr nichts geblieben, aber das Moor ist durchaus noch zu erkennen und besticht besonders in Sommer und Herbst durch wunderbare Farben. Zum Wandern ist das Gebiet jetzt wie geschaffen!
Die Varusschlacht
Neben der Moorlandschaft erweisen sich der Mittellandkanal, die Wasserburg Barenaue und das Städtchen Bramsche als interessante Wegpunkte. Auch ist ein nur wenig Zeit in Anspruch nehmender Abstecher zum Museum Kalkriese möglich, das eingehend über die Varusschlacht informiert, die hier stattgefunden haben soll (auch wenn die Archäologen dies mittlerweile wieder bezweifeln). Sicher ist jedoch, dass eine große Schlacht zwischen Römern und Germanen hier geschlagen worden sein muss, auch wenn dies vielleicht nicht der wahre Ort war, an dem der Feldherr Varus von Hermann dem Cherusker besiegt wurde und seinem Leben ein Ende setzte.







