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21.05.2013
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Jakobsweg: Bremen - Vechta - Osnabrück

Der Pickerweg, ein Wandern älter als die Jakobspilgerschaft. Jeder Weg, den eine Pilgerin oder ein Pilger mit dem Ziel beschreitet (oder auch mit dem Fahrrad bewältigt, ja selbst Reiten gilt), in Santiago de Compostela das Grab des Heiligen Jakobus zu besuchen, ist ein Jakobsweg. Das gilt seit alters her, und so durchzieht Europa ein enges Netz alter Pilgerwege, das nach und nach wieder aufgebaut wird. Doch schon die mittelalterlichen Jakobspilger nutzten ältere Handels und Wallfahrtswege. Einer dieser Wege verläuft von Wildeshausen bei Bremen in südlicher Richtung nach Osnabrück – der Pickerweg, Teil einer alten Pilgerstrecke zum Zentrum der damaligen Welt: Rom.


Es ist unbekannt, woher der Name Pickerweg stammt, aber seine Funktion als Pilgerweg übt er seit mindestens 850 aus, ein Jahr, in welchem er erstmals urkundlich belegt wird. Der Pickerweg verband die Küstenregion rund um die damals schon wichtige Handelsstadt Bremen (von Karl dem Großen 787 zum Bischofssitz erhoben) mit Osnabrück, einem Sammelpunkt für Handelskarawanen und Wallfahrer am Ausgang der Norddeutschen Tiefebene, der Verkehr aus dem Osten und dem Norden für den weiteren Weg in den Süden und den Westen bündelte.

 

Der Jakobsweg nimmt seinen Anfang in Bremen selbst, führt dann hinaus nach Wildeshausen und über Vechta nach Osnabrück, wobei Sie knapp 190 Kilometer zurücklegen werden.

 

Die Norddeutsche Tiefebene zwischen Bremen und Osnabrück ist ein flaches, feuchtes, landwirtschaftlich genutztes Grüngebiet, dessen Weiden und Äcker von wenigen Waldungen durchbrochen werden und indem eine Vielzahl von Dörfern und kleinen Ansiedlungen verstreut liegen.

 

Deutlich durchbricht dabei der rote Backstein der teils prächtigen Gehöfte das Grün und die Kirchtürme sind von Weitem zu sehen. In der zweiten Hälfte des Weges erheben sich dann moderat die Dammer Berge über den Dümmer See und deuten an, dass die Tiefebene bald am Mittelgebirgszug des Tecklenburger Landes und des Wiehengebirges enden wird. Auf dem Weg liegt so manche Sehenswürdigkeit, die Ihrer Beachtung wert ist.

 

Bei der Anlage des Weges wurde großer Wert darauf gelegt, Historie und ein schönes Wander- und Pilgererlebnis miteinander zu verbinden. Der Weg verläuft weitestgehend über die alte historische Trasse des Pickerweges, der als Teil der Rheinischen Heerstraße der Forschung sehr gut bekannt ist. Auch die immer größer werdenden Warenströme zwischen den Hansestädten und Köln nahmen den Pickerweg und das an ihm sich ansiedelnde dichte Herbergs- und Poststationennetz dankbar an, so dass im heutigen Schatten der vielbefahrenen Autobahn 1, die Sie aber nur selten sehen oder hören werden, schon damals von einer Art Autobahn ausgegangen werden kann, die bestens belegt ist.

 

Sie pilgern von Bremen nach Osnabrück durch eine weite, ebene Landschaft, die durch eine Vielzahl von Ortschaften und unzählige Gehöfte und kleine Siedlungen durchbrochen wird. Die Möglichkeit zur Einkehr, die Übernachtung in Pensionen, Gästezimmern und manch traditionsreichem Dorfgasthof ist meist nur wenige Kilometer entfernt, trotzdem werden Sie das Wandern auf dieser Strecke als ruhig und fast schon einsam empfinden, wird es doch allenfalls an schönen Frühlings- und Sommerwochenenden lebhaft im weiten Grün. Neben den hier vorgeschlagenen Etappen, ist also eine ganz individuelle Wegplanung mit frei wählbarer Schwerpunktsetzung möglich.

 

Etappen, Markierung, Karten

Zur Etappenübersicht

 

Wegskizze

Der Weg im Überblick

 

Jakobsweg: Bremen - Osnabrück im fernwege.de TrailNetwork

Entdecken Sie Jakobsweg: Bremen - Osnabrück in Google Earth: anhand von flächendeckenden Sattelitenbildern können Sie kostenfrei über die Bonifatius Route fliegen, Regionen heranzoomen, Städte erforschen und Landschaften entdecken.

 

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