Von Villmar nach Diez an der Lahn
Lahn-Marmor Vielleicht besuchen Sie vor dem Aufbruch die Stadtkirche St. Peter und Paul und stimmen sich am breiten Jakobusaltar der Kirche auf die heutige Pilgerschaft ein. Dann geht es aus Villmar hinaus, das Ihnen vielleicht als ehemaliger Besitz der Benediktiner-Abtei von Trier ein Begriff ist oder als Herkunftsort des „bunten Lahn-Marmors“, eines Kalk-Sediment-Gesteins, das als architektonischer Schmuckstein sehr beliebt war. Bis zum König-Konrad-Denkmal hat der Lahn-Camino nun Bergwegcharakter. Auf Ihrem Weg kommen Sie an einem Friedenskreuz vorbei, das gänzlich aus dem erwähnten Lahn-Marmor geschaffen wurde. Am Denkmal haben Sie wieder einen wunderbaren Blick tief auf den Fluss hinunter.
Limburg an der Lahn
Über Runkel, Dietkirchen, hier eine sehr schöne Jakobusstatue in der Lubentiuskirche, und Eschhofen geht es nach Limburg, dessen Georgsdom – spätromanische Baukunst in Vollendung! – schon von Weitem grüßt. Der Dom ist denn auch die wohl beeindruckendste Sehenswürdigkeit dieser an Sehenswürdigkeiten reichen Stadt; als da beispielsweise außerdem wären: das Limburger Schloss, die St. Johannes-Kapelle, die Altstadt und Römer 2-4-6, eines der ältesten Fachwerkhäuser Deutschlands, aus dem 13. Jahrhundert stammend. Der Dom kann hier nicht ausführlich beschrieben werden, aber achten Sie doch einmal auf die Jakobusreminiszenzen, etwa in der Sakramentskapelle oder gegenüber dem Marienaltar. Halten Sie sich dann beim Verlassen Limburgs einfach an die Lahn.
Lahnwanderung
Denn der Jakobsweg verbleibt auf der folgenden Strecke nach Diez fast gänzlich am Flussufer. Sie wandern entspannt entlang des ruhig fließenden Gewässers, das allerdings in Frühjahr und Sommer von einer nicht geringen Anzahl von Kanuten und anderen Wasserwanderern bevölkert sein wird. Kurz vor Diez verlassen Sie die Lahnauen und steigen hinauf zum Schloss Oranienstein und zum Stadtwald Hain. Das Barockschloss enthält ein informatives Nassaumuseum, das Sie heute oder morgen nicht auslassen sollten. Durch den beliebten Stadtwald geht es dann in die alte Grafenstadt (790 erstmals urkundlich erwähnt) hinein.
Wie geht es weiter
Eine vollständige Wegbeschreibung finden Sie im offiziellen Wanderführer.
Fotos
Mit freundlicher Genehmigung von Karl-Josef Schäfer.







