21.05.2012
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Von Marburg nach Niedereisenhausen

Pilgerstadt Marburg Marburg beherbergt seit 1231 das Grab der Hl. Elisabeth von Thüringen und war in den ersten zweihundert Jahren das Ziel einer Vielzahl von Pilgerschaften. Auch wenn die Stadt seitdem als Pilgerziel an Bedeutung verlor, so ist sie doch eine wichtige Durchgangsstation für Pilger geblieben – insbesondere natürlich für Jakobspilger – und stellt somit einen schönen Ausgangspunkt für diesen Abschnitt des Jakobsweges dar. Auch wenn die Geschichte Marburgs eher mit der Reformation verbunden ist als mit dem Katholizismus, so findet sich etwa die älteste protestantisch gegründete Universität der Welt, die Philipps-Universität, in ihren Mauern. Weitere Sehenswürdigkeiten lassen es angeraten erscheinen, Marburg wenigstens einen Tag vor Beginn Ihres Weges aufzusuchen.

 


Über die Lahn hinweg ...

Der Jakobsweg beginnt dann an der schönen Elisabethkirche und führt Sie durch die Altstadt Marburgs, aus dem Kalbtor hinaus und auf die westlichen Lahnhöhen, wo Sie an der Kreuzung zur Weinstraße noch einmal einen schönen Blick zurück genießen können. Deutschordensgebäude, Pfarrkirche St. Marien, Kugelkirche und Alter Botanischer Garten sind bis hierhin übrigens gut geeignet, Ihren Weg zu verzögern. Über Höhenrücken und durch Muldentäler verläuft der Weg dann auf dem „Weinpfad“ und dem „Stöckelsbergweg“ bis nach Diedenhausen. Beachten Sie die Chorturmkirche in Dilschhausen, kurz vor dem Ende dieser Halbetappe.

 

... in den Großen Wald

In Diedenhausen finden Sie übrigens ein sehr schönes Exemplar einer Fachwerkkirche, eine für Hessen typische Art von Sakralbau. Die Kirche von Diedenhausen ist eines der frühen Beispiele dieser Bauweise und weist den schlichten Aufbau der ersten dieser Kirchen aus dem Spätmittelalter auf. Dann geht es aber los, der Tag ist lang, und Sie steigen auf den Bergsattel zwischen dem Kaltenberg und dem Streichenberg, der zur Gänze vom „Großen Wald“ bedeckt ist. Der Höhenweg ist seit dem frühen 18. Jahrhundert als Handelsstraße belegt, wenn auch mit erosionsbedingt wechselnden Wegführungen, die der heutige Wanderweg mannigfaltig nutzt. Über Holzhausen und Obereisenhausen erreichen Sie das sich am Ufer der Perf entlang streckende Niedereisenhausen, Ihr heutiges Ziel.

 

Wie geht es weiter

Eine vollständige Wegebeschreibung finden Sie in dem Wanderführer zum Weg.

Infos und bestellen

 

Fotos

Mit freundlicher Genehmigung vom Lanschaftsverband Rheinland und Dr. Schmale