11.02.2012
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Von Bullay nach Traben-Trarbach

Bullay Bullay ist eine Ansiedlung aus römischer Zeit, wie man heute aus Funden weiß, doch die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Mittelalter, in dem Bullay allerdings sogar den Status einer freien Reichsstadt erreichte. Heute leben hier aber nurmehr gut 1500 Menschen, und Bullay weist einen dörflichen Charakter auf. Berühmt ist es aber für seine in Deutschland einmalige Doppelstockbrücke, die im oberen Stockwerk die Eisenbahn über die Mosel führt, während darunter der Autoverkehr fließt. Sie können aber auch die Fähre über den Fluss nehmen, wenn Sie sich auf den Weg durch das malerische Örtchen Alf und zur Marienburg begeben, die am anderen Ufer liegen.

 


Hoch über der Mosel

Schon zu Zeiten Karls des Großen gab es eine Befestigungsanlage hier auf der Moselhöhe. Später wurde das Castrum Mariae Koster dann wieder zur Festung umfirmiert, und heute dient es als eine Jugendburg, die schon wegen des fantastischen Blickes weit über das Moseltal hinweg sehr beliebt ist. Und auch der Weg hoch zur Burg hinauf und von dieser dann weiter über den Moselhöhenweg ist von nicht geringerem Reiz. Das Haus Nonnenkehr, die Ruine des Marienthaler Hofes und das Engelskapellchen liegen auf Ihrem Weg nach Zell – auch dies eine römische Gründung -, wo Sie erneut die Mosel überqueren müssen. Zell verfügt insbesondere über einen hübschen Markplatz mit vielen interessanten Details. Dass das Städtchen insgesamt moderner wirkt liegt daran, dass es im 19. Jahrhundert zweimal hier brannte und der Ort somit größtenteils neu aufgebaut werden musste.

 

Wein und Schleifen

Auf dem weiteren Weg nach Traben-Trarbach kommen die typischen Moselschleifen am besten zur Geltung. Sie wandern durch die Weinberge und genießen den Blick auf den Fluss. Bei Starkenburg – die Burg selber gibt es nicht mehr, einzig Mauerreste stehen noch – eröffnet sich beispielsweise der Lorettablick, der Sie eine dieser Schleifen zur Gänze überblicken lässt. Auch die nachfolgende Grevenburg ist nur noch als Ruine zu bewundern, aber von ihr ist doch soviel erhalten, dass sich eine Besichtigung lohnt und dass dort eine Burggaststätte unterhalten wird, die willkommene Einkehr anbietet, bevor ein gemütlicher kleiner Weg hinunter in die bekannte Doppelstadt führt.

 

Wie geht es weiter

Eine vollständige Wegbeschreibung finden Sie im offiziellen Wanderführer.

 

Infos und bestellen

 

Fotos

Mit freundlicher Genehmigung von Karl-Josef Schäfer.