Von Osnabrück nach Lengerich
Osnabrück Das im Mittelalter zu einer wichtigen wie auch reichen Handels- und Hansestadt herangewachsene Osnabrück war für die Pilger aus dem norddeutschen und skandinavischen Raum als Wegstation von großer Bedeutung, was sich unter anderem noch heute in Straßennamen und durch Funde und Sehenswürdigkeiten in verschiedenen Kirchen belegen lässt. Und an Kirchen ist das einst so strenggläubige Osnabrück wahrlich reich. Doch neben dem Dom St. Peter und den Kirchen St. Katharina und St. Marien sind auch das Rathaus – hier wurde einst der Westfälische Friede besiegelt, der den Dreißigjährigen Krieg beendete –, das Schloss und einige andere Bauten, etwa das Heger Tor, von Interesse, so dass die Stadt einen passenden Auftakt für eine Pilgerreise darstellt.
Stadtauswärts
Unter den Augen des Hl. Jakobus, der sich unter den acht Apostelfiguren auf den Pfeilern des Domes befindet, nimmt der Pilgerweg seinen Anfang. Es geht durch das Heger Tor, dann zieht sich der Weg eine ganze Weile durch das Stadtgebiet nach Westen. Bei Hellern sehen Sie übrigens erste Beispiele alterhergebrachter Niederwaldwirtschaft, wie sie für den Teutoburger Wald typisch war. Dabei werden Baumarten bewirtschaftet, die sich durch Stockausschläge regenerieren können – etwa Eiche und Hainbuche – und die alle 15 bis 30 Jahre bis auf einen Stumpf gefällt werden. Beispiele der auffälligen, dicken Stumpenbäume, wenn auch nicht mehr bewirtschaftet, finden sich im ganzen Teutoburger Land.
Eine geschichtsträchtige Dorfkirche
Nördlich des schon ziemlich außerhalb liegenden Stadtteils Hellern führt der Jakobsweg in den Wald und dann in die moderate Mittelgebirgslandschaft hinaus. Durch offenes Gelände geht es abwechselnd auf kleinen Sträßchen und Feldwegen nach Hasbergen. Hier finden Sie eine recht neue, aber sehr traditionell wirkende Kirche, die Christuskirche. Dann geleitet der Weg Sie nach Leeden. Interessant in Leeden sind das ehemalige Stiftshaus und die Geschichte der Dorfkirche, von deren ursprünglich hochmittelalterlicher Ausstattung aber nur eine Glocke erhalten blieb. Durch kleinere Wäldchen und über Felder geht es dann hinüber nach Nordrhein-Westfalen und nach Lengerich hinein.







