Von Ladbergen nach Münster
Sanddünenlandschaft ... Nach einer Besichtigung der hübschen Kirche und einem Bummel durch den Friedenspark geht es früh wieder auf den Weg, denn es stehen heute gut 30 Kilometer auf dem Programm, bis Sie Münster erreichen (Unterbrechung möglich). Die Ihnen hier auffallenden Eichen-Birken-Gehölze, die sie immer wieder als kleine Waldungen durchwandern, sind Ausdruck der Sanddünenbereiche – ehemalige Flugsandgebiete –, von denen das Münsterland eine ganze Menge besitzt und die typischerweise mit Heide oder eben mit Birken und Eichen bewachsen waren. Die Heide finden Sie heute allerdings mehrheitlich durch Kiefern ersetzt, die hier in kleinem Maßstab zu forstwirtschaftlichem Nutzen angebaut wurden.
... Kanal ...
Es existiert eine mittelalterliche Handelsstraße zwischen Ladbergen und Münster, an der sich der Jakobsweg orientiert, wenn auch nicht in allen Einzelheiten. Außerdem werden Sie einem ganz modernen ‚Weg’ heute immer wieder begegnen, nämlich dem Dortmund-Ems-Kanal. Eine Überquerung des Kanals steht dann auch relativ am Anfang des Tagesabschnittes an, allerdings sind vorher noch ein paar Kilometer in Hörweite zur äußerst belebten A 1 zu absolvieren. Durch etwas Wald und viele Felder entfernen Sie sich mit dem Kanal, der noch zweimal gequert wird, langsam von der Autobahn und gelangen in das Herz des Münsterlandes. Schön, und mit Möglichkeit zur Einkehr, ist am Weg die Eltingmühle in Schmedehausen.
... und Torfmoor
Kurz danach erreichen Sie das Naturschutzgebiet Boltenmoor. Dies ist ein etwa 10 ha großes, naturbelassenes Stück Torfmoor, das einen Eindruck davon gibt, wie es hier und in der norddeutschen Tiefebene bis vor wenigen hundert Jahren an vielen Stellen ausgesehen hat. Die Entwässerung der Moore hat seit dem 17. Jahrhundert zu einem dramatischen Wechsel des Landschaftsbildes geführt, welches das agrarische Münsterland in seiner heutigen Form aber erst ermöglichte. Weitere Sehenswürdigkeiten am Weg sind heute noch die Wallburg Haskenau - zu sehen sind aber nur noch mächtige Erdwälle, die heute archäologisch ergründet werden -, die Harvichhorster Mühle, ein imposanter Gutshof, der heute als Tagungsstätte dient sowie das Vorsehungskloster. Dann erreichen Sie Münster.







