Von Dortmund nach Herdecke
Dortmund Als Industriemetropole, die zudem äußerst erfolgreich den Strukturwandel von der Schwerindustrie zu moderner High-Tech-Industrie und zum Dienstleistungssektor gestaltet, ist Dortmund weithin bekannt. Auf die Pilgertradition muss vielleicht noch hingewiesen werden. Doch sollte diese eigentlich nicht verwundern, liegt Dortmund doch direkt am Hellweg – an dem Hellweg, der wichtigsten mittelalterlichen Rhein-Elbe-Verbindung. Dementsprechend war Dortmund auch Pilgerstation, und Pilgerspuren lassen sich in den großen Kirchen St. Reinoldi, Marienkirche, Propsteikirche und anderen finden. Dortmund verfügt aber auch über zahlreiche andere Sehenswürdigkeiten, wie Westfalenhalle, Westfalenstadion (heißt heute anders) oder Rombergpark mit Zoo.
Schönes Ruhrgebiet
Der Jakobsweg beginnt an diesem Tag vor dem Portal von St. Reinoldi, nachdem er den Dortmunder Norden einmal durchquert hat. Dann geht es wieder eine ganze Weile durch die Stadt nach Süden, vorbei an Westfalenhalle, -park und -stadion. Dabei sehen Sie später in Brünninghausen, Hacheney und Wichlinghofen, dass auch eine Ruhrgebietsmetropole über reiche innerstädtische Waldgebiete und dementsprechend grüne Lungen zu verfügen vermag. Noch schöner und naturnäher wird es dann an der Hohensyburg und am Hengsteysee. Der Pilger wird sich in diesem Abschnitt besonders für St. Peter interessieren, eine evangelische Stadtteilkirche, deren (sichtbare) Fundamente bis in die Zeit Karls des Großen zurückdatiert werden können.
Entlang des Hengsteysees
Nach St. Peter folgt die Hohensyburg als nächste Attraktion. Hoch auf einem Bergsporn überwacht die Burg mit gleich mehreren Wallanlagen das Ruhrtal und (heute) den Hengsteysee, der 1920 zur Energiegewinnung aufgestaut wurde. Um die Burg herum liegt ein Naturschutzgebiet, das mit Traubeneichen bewachsen ist. Dann geht es hinunter an den von der Ruhr gebildeten Hengsteysee, an dessen Nordufer der Jakobsweg sich jetzt hält und eine schöne Uferpromenaden-Wanderung ermöglicht. Nur der Verschiebebahnhof auf der anderen Seeseite stört den Eindruck eines Seeidylls leider nachhaltig. Am Ende des Uferspaziergangs erwartet Sie Herdecke, das vorletzte Tagesziel.







