Von Herdecke nach Wuppertal
Über die Ruhr hinweg An der evangelischen Stiftskirche von Herdecke beginnt die letzte Etappe Ihrer Pilgerschaft auf dem Jakobsweg von Münster nach Wuppertal. Zuerst geht es über die Ruhr. Seit dem 13. Jahrhundert existiert hier in „Herycke“ ein Übergang über die Ruhr. Die ursprüngliche Holzbrücke verrottete schon im 15. Jahrhundert, wie man den Chroniken entnehmen kann. Damals wie heute dient nun eine Steinbrücke als Übergang. Das Ruhrtal hebt sich auf beiden Seiten sanft, nur teilweise im Süden etwas schroffer in die Höhe. Sie wandern über Hagen-Nord und den dort beginnenden Aufstieg auf die Höhe des Kaisbergs. Zurück eröffnet sich ein schöner Blick ins Ruhrtal und auf das große Viadukt durch das Flusstal zwischen Herdecke und Hagen-Vorhalle.
Über der Stadt
Von der Höhe geht es hinunter nach Hagen-Haspe ins Tal. Dabei streifen Sie Schloss Werdringen, das ein äußerst instruktives Museum für Vor- und Frühgeschichte unterhält, wurden doch hier in der Gegend bedeutende archäologische Funde gemacht – beispielsweise das Skelett des „ältesten Westfalen“, eines Mannes, der um 9.000 vor Christus hier lebte. Von Hagen-Haspe geht es nach Gevelsberg. Der Weg ist über die Höhe des Tales geführt, in dem Hagen und Gevelsberg liegen, die sich wie an einer Kette über viele Kilometer an den Berghang schmiegen. Das erlaubt an mancher Stelle tolle Ausblicke nach Norden ins Tal, während Sie die meiste Zeit auf Waldwegen in aller Ruhe dahinwandern. Nur einen steilen Aufstieg gilt es dabei zu bewältigen.
Im Bergischen Land
Das Alte Äbtissinnenhaus ist das letzte Zeugnis von Kloster und Stift Gevelsberg, um welche sich die spätere Stadt herum gebildet hat. Dieses, das Brunnenhaus des Friedrichsbades sowie Haus Martfeld, ein wehrhafter Stützpunkt des Erzbischofs von Köln, lohnen Ihre Aufmerksamkeit, bevor es auf die letzten Kilometer über Schwelm nach Wuppertal-Beyenburg geht. Zwischen Schwelm und Gevelsberg laufen Sie dabei auf einem alten, eindrucksvollen Hohlweg, der in einer Senke unter dichtem Blätterdach tunnelähnlich verläuft. In angenehmem Auf und Ab beschließen Sie die letzten Kilometer auf Wald- und Forstwegen. Es ist nicht zu übersehen, Sie sind auf Ihrer Pilgerschaft im Bergischen Land angekommen.







