Von Herapel nach St. Avold
Der Herapel war in der Antike eine keltische Fluchtburg an der Völkerstraße in die Champagne. Die Vereinigungsstelle von Nord- und Südroute liegt inmitten einer kelto-romanischen Siedlung, deren Schutzmauer und Eingangstor teilweise erhalten bzw. rekonstruiert sind. In römischer Zeit entwickelte sich an dieser Stelle eine prosperierende Bergwerks- und Handelsstadt, deren starke Befestigungen der Wehr gegen die Einfälle der Franken geschuldet sind. Zweigen Sie an der Siedlung in den Talkessel ab, so treffen Sie auf eine Grotte und eine Kapelle der Heiligen Helena, die auf einer älteren Kultstätte eines Mithrastempels errichtet wurde. Kamen Sie über die Südroute, so haben Sie sie wahrscheinlich schon besichtigt und es kann hinein ins Herz von Lothringen gehen.
Ein mittelalterliches Kleinod
Ab Herapel weicht die offene Landschaft zunehmender Bewaldung. Doch die Hügel bleiben, werden sogar steiler, so dass sich auch heute noch mancher Blick von der Höhe bieten wird, etwa – wunderschön – hinein ins Tal der Rosselle. Cocheren, Bening und Betting sind die ersten Orte am Weg. Hinter Betting dann steigen Sie in das Rosselletal ab und besuchen mit Hombourg-Haute, einer Gründung aus dem 13. Jahrhundert, ein Städtchen mit schön erhaltener historischer Architektur. Zur Besichtigung lädt besonders die Basilika von Oberhomburg.
Kirche und Kapellen in St. Avold
Durch das hübsche kleine Stadttor verlassen Sie Hombourg-Haute und gehen noch tiefer in das Tal hinab. Sie queren die Rosselle und ihr Tal und gelangen wieder auf die bewaldete Höhe. Oben, auf dem Galgenberg, trifft der Jakobsweg mit dem MGR zusammen, beide Wege teilen sich jetzt den Verlauf für einige Zeit. Bald ist St. Avold erreicht, Herberge eines traditionsreichen Hospizes. Versäumen Sie nicht den Besuch der dreischiffigen Abteikirche St. Nabor, die den Pilger mit vielen Fresken und Figuren zu erfreuen vermag. Sehenswert in St. Avold sind außerdem die Friedhofskapelle St. Croix und die Kapelle der Grafen von Kriechingen.







