Von Speyer nach Neustadt a.d. Weinstraße
Sie beginnen Ihre Pilgerschaft höchst passend in einer der bedeutendsten Wallfahrtsstädte Deutschlands, in dem Marienwallfahrtsort und Bischofssitz Speyer. Speyer ist aber nicht nur ein Zentrum der Marienverehrung, sondern seit dem Mittelalter auch Wegstation für die Jakobspilger und darüber hinaus auch für Rom- und Jerusalempilger, die in der bald 1500 Jahre alten Domstadt am Oberrhein Station machten und ihre Spuren in der Stadtgeschichte hinterließen: Jakobsgasse, Jakobsbrunnen, Jodokusfigur und die Hinterlassenschaften der Jakobsbruderschaft im Stadtarchiv legen Zeugnis von der reichen Pilgergeschichte und dem Einfluss des Heiligen ab.
Speyer intensiv
Es lohnt sich, die Pilgerschaft auf den Pfälzer Jakobswegen mit einer umfassenden Besichtigung Speyers und einem ausgedehnten Spaziergang auch außerhalb der Stadt, an Flussterrassen und im Stadt- und dem Forlenwald, zu nutzen. In der Stadt ist es dann natürlich das UNESCO-Weltkulturerbe, der Ende des 11. Jahrhunderts als Kaiserkirche fertiggestellte Dom, der die Besucher als erstes anzieht. Und dies völlig zu recht. Interessant ist es besonders, die architektonische Gestalt des Kirchenbaus auf die Symbolisierung zentraler christlicher Glaubensinhalte hin zu betrachten. Sie werden erkennen, dass es eine Vielzahl von Verweisen gibt. Dann aber heißt es – vielleicht besser erst am nächsten Tag – die Wanderung in der Pfalz zu beginnen.
Aufbruch
Asphaltstraßen führen Sie aus der alten Reichsstadt durch das Altpörtel, eines der höchsten Stadttore Deutschlands, hinaus. Bald haben Sie Dudenhofen, den letzten Vorort Speyers auf Ihrem Weg durchschritten und tauchen auf Wanderwegen in den Auwald hinein. Der Speyerbach begleitet Sie die meiste Zeit, während Sie abwechselnd durch Auwälder und Wiesen entgegen seinem Lauf wandern. Wenn Sie gegen Ende des Tages Neustadt an der Weinstraße vor sich erblicken, so fällt Ihnen auch ein Anstieg des Geländes sowie im Hintergrund der Wald auf, der anzeigt, dass Sie nun die rheinische Tiefebene verlassen und morgen den Pfälzer Wald erreichen werden.







