Von Hördt nach Klingenmünster
Hördt, obwohl älter als das 1103 gestiftete Augustinerkloster am Ort, steht in enger Verbindung zu diesem Ordenshaus und wird heute noch manchmal als Klosterdorf bezeichnet, dessen Straßennamen die enge Verbindung ebenfalls vielfach bezeugen. Vom Kloster selbst ist indes heute keine steinerne Spur mehr zu finden. So bleibt wenig Grund zum Verweilen, und Sie machen sich auf den Weg, den Rhein und seine Tiefebene in westlicher Richtung zu verlassen, um die Pfalz zu erwandern.
Kapellen und Synagogen
Rülzheim, ein Ort mit sehenswerter alter Synagoge, ist der erste Ort, den Sie erreichen, dicht gefolgt von Herxheim, einem Dorf mit einem ganz bemerkenswerten Kranz aus Kapellen, die den Ort umschließen. Kein Ort der Diözese Speyer kann eine höhere ‚Dichte’ an Kapellen aufweisen. Sie wenden sich in der Folge für einige Kilometer nach Norden und erreichen, eine Landschaft aus Feldern durchwandernd, über Offenbach und Mörlheim Landau, einen Ort, der ebenfalls eine bemerkenswerte Synagoge sein eigen nennt und so an die reiche jüdische Geschichte in der Region erinnert.
Südfrüchte
Neben der Synagoge gibt es eine Reihe weiterer Sakralbauten in Landau, die geeignet sind, das Interesse des Pilgers auf sich zu ziehen: Die katholischen Pfarrkirchen Heilig Kreuz und St. Maria, die evangelische Stiftskirche und die Katharinenkapelle sind in diesem Fall zu nennen, die alle mit eigenen Sehenswürdigkeiten aufwarten können. Doch auch der Weg selbst hat seinen besonderen Reiz. Die Region wird von einem fast mediterranen Klima verwöhnt, das nicht nur die Mammutbäume auf der Nordroute gedeihen lässt, sondern sogar Feigen und Kiwi erlaubt, in der freien Natur zu reifen. Reizvoll ist auch der Kontrast, wenn Sie hinter Landau mit dem Pfälzer Wald zur Rechten und der rheinischen Tiefebene zur Linken nach Süden wandern.
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