Von Freiburg nach Oberrismingen
Die Universitätsstadt und Erzbischofssitz Freiburg im Breisgau ist die südlichste Großstadt Deutschlands. Trotz aller Freiburg innewohnenden Innovativkraft als einer der wichtigsten Sitze von Spitzenforschung in Deutschland hat die Stadt doch wenig von dem typischen Charakter einer modernen Großstadt. Stattdessen glaubt man eher, sich in einer idyllischen Mittelstadt zu befinden.
Einen Tag des Aufenthalts in Freiburg einzuplanen ist in jedem Fall überlegenswert. Die Sehenswürdigkeiten reichen jedenfalls auch für eine Woche. Allen voran für die Pilgernden natürlich das in dreihundert Jahren Bauzeit ab dem 12. Jahrhundert entstandene Freiburger Münster, das sich, nach Jacob Burckhardt, mit dem „schönsten Turm der Christenheit“ schmücken darf.
Das Freiburger Vorland
Überwiegend ebene Asphaltwege sind es, die den Charakter des Weges heute bestimmen. Einzig der Auf- und Abstieg zu und vom Tuniberg erfordert etwas Anstrengung. Zunächst gilt es jedoch, Freiburg zu verlassen, und das mag dauern, führt der Jakobsweg Sie doch an weiteren Sehenswürdigkeiten vorbei, die durchaus noch die eine oder andere Stunde der Besichtigung zu rechtfertigen in der Lage sind. Doch irgendwann sind Sie über die Dreisam und nach St. Georgen gelangt und treten in das plötzlich relativ flache Vorland Freiburgs ein. Die ersten Weinberge kommen in den Blick, voraus erhebt sich der Tuniberg.
Wein am Tuniberg
Durch Wald- und Wiesenstücke pilgern Sie auf den Berg zu, dessen Form und Lage ihn zum Hort ergiebiger Weinstöcke machen. Der Jakobsweg macht Ihnen in der Folge die Freude, Sie durch diese Weinberge auf den Tuniberg hinauf und wieder hinunter zu führen. Von der Kuppe überblicken Sie die Weinberge, die umliegenden Ortschaften und können bei entsprechendem Wetter schon das Breisacher Münster und die Gipfel der Vogesen erkennen. In sanften, weit ausholenden Kurven führt der asphaltierte Weg Sie dann durch den Wein Ihrem Tagesziel zu.







