Von Kropp nach Rendsburg
Auf dem Ochsenweg Kropp ist wortgeschichtlich verwandt mit Kropf und bezieht sich wohl auf die Anhöhe, auf der der Ort im Mittelalter als dänische Siedlung erbaut wurde. Interessant ist besonders die Dorfkirche. Dann geht es wieder hinaus auf den Weg, der den ganzen heutigen Tag mit der Originalstrecke des Ochsenweges identisch ist. Das erste Stück der Strecke führt Sie durch den Kropperbusch, einen Wald von ehemals ausgesprochen schlechtem Ruf, zog er doch Räuber an, die sich hier an den Waren gütlich taten, die den Ochsenweg entlang transportiert wurden. Das Sprichwort der Fuhrleute ging damals: „Du büst an Kropperbusch noch ni vörbi!“
Durch den Kropperbusch
Sie aber werden heute sicher am Kropperbusch „vörbikommen“, und zwar auf einem Weg, der sich beeindruckend schnurgerade durch den Wald zieht. Es ist ein unasphaltierter Waldweg, der durch die Wanderer, Pilger und landwirtschaftlichen Verkehr offengehalten wird. Entlang der Strecke informieren Sie eine ganze Reihe von Schrifttafeln über die Geschichte des alten Handelsweges. Kurz vor Ende des Waldes erreichen Sie die Wallenstein-Schanzen, die der Feldherr des Dreißigjährigen Krieges bei seinem Aufenthalt in Rendsburg errichtet haben soll. Die Schanzwerke liegen nahe des Weges und sind immer noch deutlich zu erkennen.
Vom Ertränken des Aals
In der Nähe der Schanzen verlassen Sie den Wald und pilgern auf Wirtschaftswegen nach Fockbeck, eine alte Siedlung am Ochsenweg. Diese bestand allerdings schon lange bevor der Weg etabliert wurde, denn Fockbeck ist eine der ältesten Ansiedlungen im Eidergebiet mit bis zu 10.000 Jahre alten Siedlungsspuren. Der Jakobsweg führt mitten durch den Ort – lassen Sie sich hier die amüsante Geschichte vom „Aal versuper“ (Aal ertränken) erzählen, an die der Brunnen auf dem Dorfplatz erinnert -, dann geht es entlang wenig befahrener Straßen über Klint nach Rendsburg.







