Von Stafstedt nach Jahrsdorf
Lange Geschichte Schleswig-Holstein verfügt über eine Siedlungsgeschichte bis zurück in die Steinzeit, das erlebten Sie auf dem Weg schon des Öfteren. Heute werden Sie auf diese reiche Geschichte gleich vielfach stoßen, denn die Etappe führt Sie entlang und durch eine ganze Reihe von Orten, deren Anfänge in prähistorischer Zeit zu suchen sind, wie berufene Stellen, so das Archäologische Landesamt von Schleswig-Holstein, durch mannigfache Funde bestätigen können. Eine besondere Reminiszenz erfolgt heute auch an das die Landschaft umgebende Meer.
Der Sau entkommen
Doch zuerst eine ‚Warnung’: In Stafstedt geht die Sage, dass, wer hier vom rechten Jakobs-Wege abkommt, kurz hinter dem Dorf auf eine Wiese gelangt, auf der eine Sau ihre Ferkel bewacht. Und diese habe schon so manchen Reisenden angefallen, der sich ihnen zu sehr näherte. Achten Sie also auf den richtigen Weg nach Nindorf, Tappendorf, Vaasbüttel und Hohenwestedt. Hünengräber und andere Spuren deuten darauf hin, dass die Vorläufer der heutigen Dörfer schon vor Jahrtausenden bestanden. In Hohenwestedt trifft der Ochsenweg auf die ebenso historische „Lübesche Trade“, die Ost-West-Verbindung von Lübeck nach Dithmarschen.
Kirche und Muschelhaus
Sehenswert ist in Hohenwestedt, einer Stadt, die von ihrer Lage an den Handelswegen nicht nur profitierte, sondern auch so manches Mal von Soldaten geplündert und gebrandschatzt wurde, besonders die Peter-Pauls-Kirche mit ihrem Kirchspiel und der Klostervogtei. Ebenfalls sehenswert ist auch das Muschelhaus, ein mit unzähligen Muscheln verziertes Gebäude. Der Schalenstein vor dem Haus ist übrigens ein prähistorischer Opferstein. Bald ist dann das Ziel in Jahrsdorf erreicht, ein weiteres der holsteinischen Urdörfer auf uraltem Siedlungsgrund.







