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10.02.2012

Der Malerweg – in der sächsischen Schweiz

Der Malerweg in der Sächsischen Schweiz, der Sie vom bei Pirna gelegenen Liebethaler Grund durch die hintere Sächsische Schweiz führt und in Pirna wieder endet sticht aus zwei Gründen als Wandererfahrung heraus. Zum einen führt er durch eine Landschaft, die mit „abwechslungsreich“ untertrieben geschildert ist. Zum anderen orientiert sich der 2006 eröffnete Weg an hier einst lebenden, wirkenden und von der Sächsischen Schweiz beeinflussten Künstlern des 18. Und 19. Jahrhunderts, namentlich den Malern, aber auch an Dichtern und Komponisten und bringt deren großteils romantische Werke dem Wanderer nahe, der so während der ganzen Zeit vom doppelten, dem natürlichen und dem kulturellen Genuss profitiert.

 


Der Malerweg führt Sie über 112 Kilometer ‚eigentlichen’ Weg sowie eine Vielzahl frei wählbarer Abstecher und Tagestouren durch die Sächsische Schweiz. Pirna ist der Ausgangspunkt der Wanderung, die Sie den sächsischen Landzipfel durchstreifen lässt der sich in das Gebiet der Tschechischen Republik hineinstülpt, die die „Schweiz“, wie man sie im 18. Und 19. Jahrhundert selbstverständlich und ohne Scheu vor Verwechslung mit der größeren Namensgeberin nannte, im Norden, Osten und Süden umfängt. Der Weg ist bewusst so angelegt, dass er möglichst durch unberührte Naturlandschaft führt, um Sie die Region genauso erleben zu lassen, wie die Maler und anderen Künstler sie vor gut 150 Jahren vorfanden.

 

Und die fanden damals an spektakulärer Landschaft, ebenso wie Sie heute, vor, was der Naturphilosoph Rousseau unter einer „schönen Gegend“ verstand: „Ich verlange Gießbäche, Felsen, Tannen, dunkle Wälder, Berge, raue Pfade und fürchterliche Abgründe neben mir.“ All dies ist in dem Bereich zwischen Pirna und dem Städtchen Sebnitz sowie den Flüssen Elbe, die den Malerweg südlich begrenzt, Sebnitz und Kirmitzsch heute noch zu finden. Kuhstall, Zirkelstein, Lilienstein, Großer Winterberg sind Naturdenkmäler allerersten Ranges und die dunklen Wälder, lichten Höhen und tiefen Flusstäler beherrschen jeden Wandertag.

 

 

Der Reiz der Gegend findet sich in Reisebeschreibungen, etwa von Hans-Christian Andersen, und sogar Kompositionen wieder, so bei Richard Wagner oder Carl Maria von Weber, dessen „Freischütz“ hierhin Bezüge aufweist, aber den größten Niederschlag fand er naturgemäß in der Malerei. Adrian Zingg, der künstlerische Entdecker der Sächsischen Schweiz, etwa hat den Geist der Landschaft verewigt, so wie sie ihn heute noch erfassen können. Canaletto hat hier gearbeitet, der große Caspar David Friedrich ließ sich inspirieren, der Arzt und Zeichner Carl Gustav Carus durchstreifte auf der Suche nach Motiven Pfade wie den Malerweg. Manche Originalarbeit lässt sich dann zum Abschluss der Wanderung in Museen in Pirna oder dem nicht zu weit entfernten Dresden in Augenschein nehmen.

 

Bei aller Ursprünglichkeit der Landschaft ist die Infrastruktur aber so, dass der Wanderer in den umliegenden Orten gut Unterkunft und Bewirtung findet. Das größere Pirna und die kleinen Städte am Weg weisen zudem einen eigenen, in die „Schweiz“ passenden Reiz auf; oftmals findet die Romantik auch hier und in den angesiedelten Museen ihren Niederschlag. Das Netz der Ortschaften erlaubt neben der Wanderung über den Malerweg eine ganz individuelle Einteilung und Routenplanung, bei denen Tagestouren völlig auf die eigenen Wünsche abgestellt werden können.

 

 

Etappen, Markierung, Karten

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Wegverlauf

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Der Malerweg im fernwege.de TrailNetwork

Entdecken Sie den Malerweg in Google Earth: anhand von flächendeckenden Sattelitenbildern können Sie kostenfrei über den Weg fliegen, Regionen heranzoomen, Städte erforschen und Landschaften entdecken.

 

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