Der Rheinburgenweg – Geschichte, Romantik
Warum es am Rhein so schön ist? Auch um diese berühmte, in dem wohlbekannten Lied gestellte Frage endgültig zu beantworten, wurde der Rheinburgenweg eingerichtet.
Er kann Ihnen auf seinen 373 rechts- wie linksrheinischen Kilometern eindrucksvoll vermitteln, dass die Aussage über die Schönheiten des Rheins in seinem mittleren Abschnitt vollkommen zu recht getroffen wurde. Diese bezieht sich zum einen auf die reichhaltige Geschichte, die ihren sichtbarsten Ausdruck in den den Rhein säumenden Burgen findet, zweitens auf die vom Strom durchschnittene Mittelgebirgslandschaft, und zwar sowohl in ihrer Ursprünglichkeit als auch in ihrer Form einer vom Weinbau dominierten Kulturlandschaft, und natürlich auch auf den angeblich deutschesten aller Flüsse selber. Wunderschöne (Wein-)Orte und eindrucksvolle Naturerlebnisse wie der Geysir Andernach und der Vierseenblick bei Boppard komplettieren das Erlebnis Rheinburgenweg.
Lassen Sie sich von ihm und von der blonden Schönheit auf dem Loreleyfelsen verzaubern und folgen Sie dem geschwungenen, von Zinnen bekrönten roten R auf weißem Grund, anhand dessen der Weg sich Ihnen zu erkennen geben wird.
Fluss, Gebirge und Geschichte bestimmen diesen Fernwanderweg im Wesentlichen, der Sie in 20 Tagesetappen auf der linken Flussseite von Bad Breisig nach Bingen sowie rechtsrheinisch ab Rüdesheim wieder in Richtung Norden nach Bad Hönningen zurück führt. Prunkstück des Weges ist natürlich das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal, das der Weg auf seinen sieben zentralen Etappen (auf 112 km Länge) durchläuft. Aber auch die Etappen vor und hinter diesem Highlight lohnen den Besuch allemal, und mit dem Obergermanisch-Rätischen Limes erleben Sie bei Bad Hönningen zudem noch eine weitere Welterbestätte.
Mit dem Rheinburgenweg erschließt sich Ihnen die Geschichte der Region über einen Zeitraum von über 3000 Jahren in Form eines eindrucksvollen Querschnitts durch die Architektur des Wehr- und Schutzbaus in den verschiedenen Zeitaltern. Vorgeschichtliche Relikte, reiche Zeugnisse aus der Römerzeit wie eben der Limes und nicht weniger als 47 Burgen und Burgruinen säumen Ihren Weg. Viele Bauten sind für die Besichtigung geöffnet. Und dass die Region nicht zuletzt wegen der Qualität des heimischen Weines so gerne besucht wird, das können Sie an den Abenden dann persönlich nachvollziehen.
Der Weg führt ebenso direkt am Rhein entlang wie auch auf die Rheinhöhen hinauf. Er nutzt dabei weitestgehend die Möglichkeiten der Landschaft aus und durchquert Dörfer meist nur da, wo es auch wirklich lohnend ist. Er schlängelt sich dabei über Hänge, durch Wiesen, Wälder und Bachtäler. Sie erleben den Fluss und Fernblicke gleichermaßen.
Der Rheinburgenweg ist von seiner Charakteristik her weniger auf sportliches Wandern ausgelegt als der Rheinsteig, verfügt aber durchaus auch über anspruchsvollere Abschnitte. In wahlweise einzuschlagenden Varianten bietet er teils auch die Möglichkeit zu echtem Bergwandern. Alle Höhepunkte entlang des Weges, wie z.B. die Feste Ehrenbreitstein, Loreley-Felsen, Feste Rheinfels, Boppard, St. Goar, Oberwesel und viele andere mehr, wurden mit in die Wegführung integriert. Die Erreichbarkeit der Anfangs- und Endorte des Rheinburgenwegs sowie aller seiner Etappenziele mit dem öffentlichen Nahverkehr ist gewährleistet. Auch der Autofahrer findet das Rheintal gut an das überregionale Autobahnnetz angebunden. Unterkunftsmöglichkeiten sind entlang des Weges reichlich und in allen Kategorien vorhanden.
Der Rheinburgenweg im fernwege.de TrailNetwork
Entdecken Sie den Rheinburgenweg in Google Earth: anhand von flächendeckenden Sattelitenbildern können Sie kostenfrei über den Weg fliegen, Regionen heranzoomen, Städte erforschen und Landschaften entdecken.
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