Von Trier nach Riveris
Neben dem Einstieg in Orscholz ist es genauso gut möglich, den Saar-Hunsrück-Steig in Idar Oberstein zu beginnen. Oder in Trier, wie in den letzten beiden Etappen vorgestellt. Die Wanderung in Trier beginnen zu lassen, bedeutet einen sehr stimmigen, geschichtsrächtigen Einstieg in den Steig zu wählen. Trier ist nicht nur die älteste Stadt Deutschlands sein, sicherlich hat auch keine andere der um 2 000-jährigen Städte ein dermaßen herrliches architektonisches Erbe zu bieten wie die alte Römerstadt Augusta Treverorum. Port Nigra, Kaiserthermen, Palastaula, Amphitheater und jüngere Zeugnisse aus Mittelalter und Neuzeit, wie der Dom oder – ganz neu, höchstens zweihundert Jahre alt – das Karl-Marx-Haus. Auch die wunderschöne Landschaft lädt zu sehr viel mehr ein, denn nur als Start- oder Endpunkt der Wanderung zu dienen.
Von Mosel zu Ruwer
Der nord-südlich verlaufende Schenkel des Saar-Hunsrück-Steigs kann in der Innenstadt Triers begonnen werden, führt schnell hinaus und mit dem Weinlehrpfad direkt in das Herz der Region um Trier hinein, in die Weinberge auf den Hängen über der Mosel. Dann geht es auf Feld- und Waldwegen hinauf auf den Bergsattel, der Mosel- und Ruwertal trennt. Steil sind Auf- und Abstieg, aber auf dem Sattel hat man einen prächtigen Blick zurück auf die Mosel und die alte Kaiserstadt. Auch liegen der Osburger Hochwald und die zum Greifen nah erscheinenden Ardennen im Blick, bevor es auf ebenso steilem Abstieg hinunter zur Ruwer geht.
Durch das Ruwertal
Ihr Abstieg bringt Sie nach Kasel, einem Ort der fast gänzlich vom Weinanbau lebt, der für seine Erzeugnisse aber auch weithin zu Recht berühmt ist. Auf 51 ha wachsen rund um Kasel auf den Weinbergen über der Ruwer edle Tropfen. Ein Wiesenweg, später Forstwege führen Sie etwas auf der Höhe flussaufwärts durch das Ruwertal nach Waldrach, einem weiteren bekannten Weinbauernort. Hinter Waldrach geht es noch kurz an der Ruwer entlang, ehe ein langer Aufstieg durch den Wald nach Riveris beginnt. Sehenswert ist hier die Corneliuskapelle. Außerdem lockt, so Sie noch genug Kraft in den Beinen haben, die nahegelegene Talsperre zu einer kleinen Promenade unterhalb der dicht bewaldeten Hänge, die insbesondere im Herbst ein traumhaftes Aussehen annehmen.







