26.05.2012

Von Willingen/Fuchskaute nach Herborn

Der höchste Punkt Der welligen Landschaft, aus der selbst die Fuchskaute nicht allzu steil emporragt, ist es gedankt, dass der Aufstieg zu diesem höchsten Punkt des Westerwaldes im Vergleich zu manch vorherigem Berg sehr gemächlich und bequem vonstatten geht. Der Blick von der Fuchskaute erinnert an das Allgäu: Grüne Wiesen schmiegen sich an sanfte Hänge und Hügel, unter dem weiten blauen Himmel scheint der Blick ins Unendliche zu gehen. Dieser Blick bleibt Ihnen auf dem weiteren Weg noch lange Zeit erhalten. Übrigens treffen Sie kurz hinter der Fuchskaute auf den Rothaarsteig, eine möglicherweise für Sie interessante Verbindung nach Norden.

 


Der Karstlehrpfad

Nun überschreiten Sie auch die Landesgrenze zu Hessen. Durch Wald und Wiesen, leider auch ein wenig an einer gut frequentierten Straße entlang, geht es über die ersten hessischen Kilometer zum Höllkopf, im Winter ein beliebtes Skigebiet. In der Folge gelangen Sie zum Erdbach bei Breitscheid, einem besonders interessanten Naturphänomen, das Teil des Karstlehrpfades ist. Hier verschwindet ein Bach in der Erde, dessen Wasser bis zu 35 Stunden später anderthalb Kilometer weiter und 100 Höhenmeter tiefer wieder auftaucht. Sehenswert auch die anliegende Trockenschlucht des Gassetals mit einzigartiger Flora und Fauna, das von einem Rundweg erschlossen wird.

 

Ziel: Herborn

Der letzte Abschnitt von Breitscheid nach Herborn ist mit gut 15 Kilometern noch einmal recht umfangreich, so dass auch eine Übernachtung in Breitscheid nebst Besuch des dortigen Museums für Erdgeschichte lohnt. Ein letztes Mal zeigt der Westerwald sich von seiner besten Seite, wenn Sie unter einem dichten Blätterdach von Ahorn, Esche und Buchen wandern. Vor dem Ziel bietet sich noch ein Abstecher zum Vogelpark Uckersdorf an. Herborn stellt sich dann schlussendlich als prächtiges Schmuckkästchen der Fachwerksbaukunst dar, das genauestens erforscht werden möchte. Dillturm, Rathaus, Hohe Schule, usw. – Nicht weniger als zwölf architektonische Stationen dokumentieren die Entwicklung der Stadt.

 

Wie geht es weiter

Eine vollständige Wegebeschreibung finden Sie in dem Wanderführer zum Weg.

 

Fotos

Mit freundlicher Genehmigung von Frau Schöllkopf.