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22.05.2013
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Camino Frances - Jakobsweg nach Santiago

Der mit seinem Zubringer in Frankreich, genauer in Saint-Jean-de-Pied-de-Port, beginnende und quer durch Nordspanien von Roncesvalles im Osten, über Pamplona, Burgos und León bis Santiago de Compostela im Westen verlaufende Camino Francés stellt den wohl berühmtesten Abschnitt der Europa durchziehenden Jakobswege dar und erfreut sich unter Pilgern einer zu Recht ungebrochenen Aufmerksamkeit.

 

Auf 800 km Länge sowie, inklusive Alternativ- und Zusatzwegen, circa 32 Tagesetappen können Pilger damals wie heute die Schönheit der spanischen Regionen Navarra, Rioja, Nordkastilien und Galicien ebenso erfahren wie die spirituellen Segnungen, die eine Pilgerschaft mit sich zu bringen in der Lage ist.

 


Zur Geschichte des Jakobsweges

Der Apostel Jakobus, Bruder des Evangelisten Johannes, starb im Jahre 44 n. Chr. in Jerusalem. Sein Körper aber wurde nach Galizien, zum Ende der damals bekannten Welt, überführt und fand in Compostela seine letzte Ruhe. Mit der Wiederentdeckung des Jakobusgrabes im Jahre 813 und spätestens mit der Erscheinung des Heiligen in der Schlacht von Clavijo 844 setzte die Pilgerschaft nach Santiago (für San Jacobo) de Compostela ein.

 

Dabei etablierten sich Wege in ganz Europa, deren letzter spanischer Abschnitt zumeist der Camino Francés war, dessen erste Wegbeschreibung schon im Jahr 1139 unter dem Namen Codex Calistinus erschien.

Innerhalb kurzer Zeit entstanden Burgen, Herbergen und Sakralbauten entlang des Weges, deren Besuch noch heute zu den Höhepunkten der Pilgerschaft zählen. Zudem wird den seit dem Mittelalter stattfindenden Pilgerfahrten heute eine entscheidende Rolle bei der Ausbildung einer kulturellen europäischen Identität zugeschrieben (Camino Francés, also „Französischer Weg", wurde die Route schon damals wegen der vielen Ausländer benannt, die ihn beschritten).

 

Wenn Sie auf dem Camino pilgern, bewegen Sie sich also auf wahrlich bedeutsamen Wegen.

 

Pilgerschaft - Einst und Heute

Begab man sich früher in erster Linie auf eine Pilgerschaft, weil man glaubte, eine Schuld gegenüber Gott abtragen zu müssen oder um sich seines Seelenheiles zu vergewissern, so sind es heute vielfältige Gründe, die für eine Wanderung auf den Jakobswegen sprechen. Das reicht von sportlicher Motivation, über Fernweh und Wanderlust sowie den Wunsch, die Regionen kennen zu lernen, bis zu immer wichtiger werdenden spirituellen Gründen. Natürlich ist das nördliche Spanien heute ein modernes Land mit allen Segnungen und Nachteilen der Moderne des postindustriellen Zeitalters.

 

Und doch stellt das Wandern und Pilgern auf dem Camino Francés gerade heute auch eine Möglichkeit der Selbstfindung, der Rückbesinnung auf Ruhe und innere Einkehr sowie eine Gelegenheit zum Erleben von Nächstenliebe und menschlichem Miteinander in gestalt der Mitpilger dar.

 

Der Jakobsweg nach Santiago im fernwege.de TrailNetwork

Entdecken Sie den Camino Frances in Google Earth: anhand von flächendeckenden Sattelitenbildern können Sie kostenfrei über den Weg fliegen, Regionen heranzoomen, Städte erforschen und Landschaften entdecken.

 

Jetzt das fernwege.de TrailNetwork laden und losfliegen.