Vom Refugi Tossals Verds nach Lluc
Einfache Bergpfade und Schotterpisten, die Sie in stetigem Auf und Ab über die Berge der Sierra del Norte führen, bestimmen heute den Weg. Für die Anstrengung werden Sie dadurch reich entschädigt, dass die heutige Etappe eine der eindrucksvollsten ist, die Sie auf Mallorca überhaupt erleben können. Beeindruckende Ausblicke bietet denn auch schon der Rand der Tossals Verds, der heute als erstes auf dem Programm steht und Sie vornehmlich über mit Natursteinen gepflasterte Wege durch lichten Steineichenwald führt. Am Ende dieses Abschnittes winkt die Font des Prat mit ihrem guten Quellwasser als einladender Rastplatz.
Auf den Pass
Denn hinter der Quelle wird es anstrengend ... und besonders schön und beeindruckend. Sie steigen nun nämlich ziemlich steil in das Massanellamassiv und zur Passhöhe Coll des Prat auf 1200 m Höhe auf. Von hier haben Sie bei klarer Sicht einen unvergleichlichen Ausblick auf die erwanderte Strecke hinter sich und nach Osten bis in die Bucht von Alcudia. Ebenso steil wie es hinauf ging, geht es nun wieder hinunter und dann durch Steineichen- und Kiefernwälder weiter zum Kloster Lluc. Am Ende des Abstiegs wartet eine weitere Quelle mit gutem Trinkwasser auf den durstigen Wanderer.
Das Wallfahrtskloster
Das Kloster Monestir de Lluc ist der bedeutendste Wallfahrtsort Mallorcas, weshalb es sich empfiehlt, das Kloster an Wochenenden und Feiertagen zu meiden und liegt auf 400 m in einem abgeschiedenen Talkessel der Serra de Tramuntana. Allerdings ist es trotz der nurmehr relativen Abgeschiedenheit ein bestens besuchtes Touristenziel, weshalb der erste Eindruck nichts von klösterlicher Ruhe und Frieden vermitteln wird. Wenn Sie jedoch in Lluc übernachten, erleben Sie das Kloster nach Abzug der Tagestouristen von seiner eigentlichen Seite und finden dann auch die Ruhe, die man in Klöstern gemeinhin sucht.







