Vom R. de la Dent Parrachée zum R. de l’Arpont
Der Höhenweg zieht sich südlich um die Hänge des Dent Parrachée und seine Nebengipfel, dann an der Ostflanke des Vanoisemassivs entlang Richtung Norden; Sie werden erleben, dass er wegen seiner spektakulären Blicke hinab ins Tal zu Recht als ‚Sentier Balcon‘ bezeichnet wird. Man gelangt nie höher als 2.500 Meter, aber auch nie tiefer als 2.000 Meter auf dieser langen Etappe und hat doch am Ende des Tages durch das fortwährende Auf und Ab recht viele Höhenmeter bewältigt. Links stets ein Hang, rechts – wie es sich für einen Balkon gehört – nicht enden wollende Tiefblicke hinunter ins Arctal. Dazwischen längst aufgegebene und inzwischen verfallene kleine Siedlungen, wie es auch Arpont war, bevor das Gelände unterhalb des Dôme de Chasseforêt, des Kulminationspunkts der Glaciers de la Vanoise, vom PNV erworben und die Ruinen zum schönen Refuge de l’Arpont ausgebaut wurden.
Eine gewaltige Gebirgsfestung im Tal
(...) Wenn Sie über genügend Zeit für einen längeren Abstecher verfügen, können Sie diesen Umstand aber auch durchaus nutzen und mit dem Sessellift ‚Le grand jeu‘ (allerdings nur während der sommerlichen Hochsaison) direkt bis zum Fremdenverkehrsbüro in Aussois abfahren und von dort aus zur Barrière de Esseillon gelangen. Die aus fünf Festungsbauten bestehende Anlage, die aus Talsicht wie ein riesiges tibetanisches Kloster anmutet, wurde zwischen 1819 und 1834, als die Maurienne wie ganz Savoyen noch zum Königreich Piemont-Sardinien gehörte, als Sperranlage errichtet. (...)
Über viele Gletscherwässer
(...) Mit einem Schlenker nach Osten geht es durch die Combe d’Enfer, wo bei La Juliette die kleine Holzbrücke über den Ruisseau du Grand Pyx, der Wasser des Glacier de la Mahure führt, ausgesprochen hilfreich ist. Man wandert nun unterhalb der riesigen Eisfläche der Glaciers de la Vanoise, die nach Süden von der Dent Parrachée, nach Norden vom Col de la Vanoise begrenzt wird, was auch die Zahl der vielen Gletscherabflüsse, die in der Folge zu überqueren sind, erklärt. (...)






