Vom Ref. d´Ortu di u Piobbu zum Ref. de Carozzu
Heute geht es hauptsächlich durch felsiges Gelände, wenngleich die Strecke Sie auch zuerst durch kleine Birkenwälder und angenehm leicht bergauf führt. Wenn Sie beim Mandiraccia-Bach aus den Wäldchen hinauskommen verändert sich der Weg zu einer Strecke über glatte Felsplatten und entlang grober Granitblöcke. Eine langgezogene, schluchtartige Rinne - ein Couloir - zieht sich durch die Felslandschaft bergauf und führt Sie sicher auf die voraus liegende Kuppe. Auf halbem Weg zur Bocca Piccaia auf 1.950 m Höhe finden Sie bei einer Gruppe von Erlen die letzte Quelle vor dem Tagesziel.
Blick in den Kessel von Bonifatu
Von der Kuppe aus haben Sie einen großartigen Blick auf den Cirque de Bonifatu, einen gewaltigen Felskessel mit steil abfallenden Wänden, eingerahmt von hohen Gipfeln. Ebenfalls von hier oben können Sie in südlicher Richtung das erste Mal die Grande Barrière sehen, die höchsten Gipfel Korsikas, die die Westseite der Insel von ihrer Ostküste trennen. Sie halten sich aber zunächst Richtung Osten und lernen im felsigen und nicht ganz ungefährlichen Gelände schnell den Wert guter Bergschuhe kennen. Aber auch mit bestem Schuhwerk wird Ihre Trittsicherheit auf dem steinigen Geröll herausgefordert, zumal einige leichte Kletterstellen gänzlich ungesichert sind.
Wenn am Carozzu die Sonne untergeht …
Sie wandern nun auf der Südseite des Capu Ladroncellu und umlaufen den Col d´Avartoli weiträumig. Auf gleicher Höhe bleibend und nun wieder entspannter wandernd laufen Sie hinüber zur Punta Ghialla und der Bocca Carozzu. Ein weiterer Couloir führt Sie dann bergab, wandelt sich schließlich zu Waldgebiet, und das Tagesziel, die Hütte von Carozzu, ist erreicht. Wenn Sie sich Zeit gelassen haben und das letzte Stück des Weges später am Tag laufen, so sehen Sie nun hinter dem Refuge den Granit des Tour de l´Ecaille rot in der Abendsonne aufleuchten.







