Vom Refuge de Ciottulu zum Ref. de Manganu
Heute steht mit etwa 22 Kilometern die längste Etappe des GR 20 an, sie ist dafür aber auch eine der einfachsten, führt sie doch durch leichtes, manchmal gar ebenes Gelände und tendenziell bergab. Der Weg schwenkt in einem weiten Bogen nach Westen, und die Aussicht wird noch lange von dem im Norden liegenden Capu Tafunatu beherrscht. Es folgt nun einer der schönsten Abschnitte des GR 20: der Weg entlang des Golobaches. Der Bach hat eine Vielzahl kleiner Kessel, sogenannter Gumpen in das Granit geschnitten, die ganz abgehärtete sogar zum Baden im kalten Gebirgswasser nutzen können. Auf uralten Hirtenpfaden geht es weiter.
Viele Möglichkeiten
Im Folgenden gibt es gleich eine ganze Reihe verschiedener Wegvarianten, die Sie je nach Lust und Laune beschreiten können. Es besteht die Möglichkeit, das Hirtendorf Albertacce zu besuchen oder aber das Bergnest Evisa am Col de Verghio. Oder Sie wählen den Weg durch den Wald von Valdu Niellu, den mit 46 Quadratkilometern größten aber auch schönsten zusammenhängenden Wald Korsikas. Auf diesem Weg werden Sie später wieder auf die Höhe der Grande Barrière geführt und haben die Möglichkeit eines weiteren (Tages-)Abstechers nach Corte. Teilweise lassen sich die verschiedenen Varianten durch die Nutzung von Bussen – Sie befinden sich in einem dichter besiedelten Teil Korsikas – miteinander verbinden.
Käse direkt vom Bauern
Früher oder später kommen Sie dann, auf welche Weise auch immer, auf die Höhe der Bocc â Reta und zum Lac de Nino, Korsikas zweitgrößtem See. Das Baden ist dort aus Naturschutzgründen streng verboten. Beim folgenden Weg in Richtung auf das Rotondo-Massiv passieren Sie die Bergeries des Inzecche und Bergeries de Vaccaghia, wo Sie im Sommer korsische Spezialitäten direkt beim erzeugenden Bauern kaufen können. Nach Durchquerung der Ebene Pianu di Campotile erreichen Sie das Refuge de Manganu. Auch hier gibt es noch einmal eine alternative Wegführung über die letzten Kilometer.







