11.02.2012
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Vom Refuge de l'Onda nach Vizzavona

Die heutige Etappe verlangt schon an ihrem Beginn eine Entscheidung zwischen einer alpinen und einer niedriger verlaufenden Variante. Letztere geleitet Sie über die Crête de Muratello und zu Füßen des Pointe Migliarello ins Agnone-Tal und dort nach Vizzavona. Diese Variante ist nicht sehr lang und auch nicht sehr anstrengend, so dass ein Abstecher auf den Pointe Migliarello in Betracht zu ziehen ist. Dabei handelt es sich um einen Aufstieg, der nur leichte Kletterpartien aufweist und die Anstrengung mit schönen Fernblicken lohnt.

 


Auf den Monte d´Oro

Tief eingeschnittene Kare, Trogtäler und Gletscherseen zeugen von der eiszeitlichen Vergangenheit rund um den Monte d´Oro und machen die Wanderung auf den Berg hinauf zu einem Erlebnis in Sachen Erdgeschichte und Geologie. Seine freistehende Lage erlaubt weite Blicke, unter anderem zurück auf die großen Gipfel, die Sie schon passiert haben: Monte Cinto, Paglia Orba und viele andere. Schotter, loses Geröll, einige Kletterabschnitte und ein schmales Couloir hinter dem Gipfel machen diese Variante zu einem anspruchsvollen Stück Weg, typisch für den GR 20.

 

Vizzavona im Agnone-Tal

Über den Ghilareto- oder den Agnone-Bach erreichen Sie zum Ende des Tages Vizzavona, eine kleine Stadt mit bewegter Vergangenheit. Einst waren Stadt, Tal und Pass umkämpft, da sich mit der Herrschaft über den nahe gelegenen Pass auch die Herrschaft über die Bergwelt der Insel verband. Mit dem Bau der Eisenbahn im 19. Jahrhundert wurde Vizzavona erst so richtig erschlossen und erwarb sich unter dem Beinamen „Petit Suisse“ (Kleine Schweiz) einen Ruf als beliebte Sommerresidenz. Heute verfallen die ehemals hochherrschaftlichen Hotels und lassen kaum mehr als eine Erinnerung an alten Glanz aufkommen.

 

Wie geht es weiter

Eine vollständige Wegbeschreibung zu den einzelnen Etappen finden Sie im Wanderführer zu diesem Weg.

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Fotos

Mit freundlicher Genehmigung von Heiko Wessels www.kraxl.de und Florian Holz.