Von Vizzavona zum Refuge de Capannelle
Vizzavona stellt so etwas wie die Drehscheibe des GR 20 dar, teilt sich der Weg doch hier in einen langen Nord- und einen kürzeren Südabschnitt. Wer den ganzen GR 20 nicht am Stück laufen kann oder will, der lässt ihn meist in diesem Ort beginnen oder enden. Vizzavona ist auch der am niedrigsten gelegene Etappenort zwischen Calenzana und Conti. Der hier beginnende Südteil ist insgesamt weniger alpin als der zuvor durchwanderte Norden. Er ist desweiteren auch wasserreicher, was eine Erleichterung hinsichtlich des Gepäcks darstellt. Eine atemberaubende Bergwelt und Natur sind aber auch auf dem südlichen GR 20 garantiert.
Ein sturmgepeitschter Pass
Ein langer, aber angenehm verhaltener Anstieg durch den Wald hinauf auf die Bocca Palmente stellt den Auftakt des GR 20 auf dem südlichen Abschnitt dar. Eine windgebeutelte, völlig offene Passhöhe erwartet Sie am Ende des Aufstiegs. Sie passieren in der Folge drei typische Bergeries, ehe Sie am Monte Renoso anlangen, einem Ausläufer des schwer zugänglichen Gebietes Fium´Orbu. Ein potenzieller Auf- und Abstieg schlüge hier mit 4 Stunden zusätzlicher Wanderzeit zu Buche und wird mit Blicken auf die Bergwelt und das Tyrrhenische Meer reich belohnt.
Monte Renoso
Der Monte Renoso kann auf verschiedene Weisen in die Wanderung eingebunden werden. Allen ist allerdings gemeinsam, dass es keine offiziellen Routen sind und dass in Folge dessen keine Wegmarkierungen angebracht sind. Die Wege sind allerdings weitläufig mit Steinmännchen ausgewiesen. Die Streckenführungen unterscheiden sich hauptsächlich in Länge und Schwierigkeitsgrad. Für jeden Wandernden dürfte dementsprechend etwas Geeignetes dabei sein, und das lohnende Erlebnis am Schluss des Aufstiegs ist für alle dasselbe. Allerdings lässt sich der Weg zur Hütte von Capanelle auch ohne Aufstieg auf den Gipfel bewältigen.







