Vom Refuge d' Asinao zum Refuge de Paliri
Die heutige Etappe steht ganz im Zeichen der Bavella-Gruppe, aus denen sich einige Felstürme erheben, die zu den reizvollsten bergsteigerischen Aufgaben gehören, die Europa Kletterern zu bieten hat. Nicht umsonst nennt man sie auch die Dolomiten Korsikas. Aber keine Angst, die Besteigung der Türme der Bavella-Gruppe gehört nicht zum Pflichtprogramm des GR 20. Der bringt Sie nur ganz nahe an diese heran, und was dann folgt, das bleibt ganz Ihnen überlassen. Verschiedene Wegvarianten sind heute möglich.
Die Türme der Bavella-Gruppe
Der GR 20 führt Sie zunächst durch Mischwald und längere Zeit am Asinao-Bach entlang auf die Bavella-Gruppe zu, deren Türme von Minute zu Minute zu wachsen scheinen, während Sie sich ihnen nähern. Nach etwa anderthalb Wegstunden besteht die Möglichkeit, eine alpine Variante zu wählen, die Sie nahe an die Türme der Bavella-Gruppe heranführt. Die Strecke enthält ein paar Kletterpassagen, aber diese sind gut gesichert und auch für den wenig geübten Kletterer zu bewältigen. Die Türme selbst sind geübten Kletterern mit entsprechender Ausrüstung vorbehalten – mit einer Ausnahme: Turm III lässt sich auch ohne Ausrüstung besteigen und gewährt eine phantastische Aussicht.
Der ganze Zauber Korsikas
Der nichtalpine Weg führt auf einer jahrhundertealten Verbindungsstrecke von Ostküste und Bavellapass in größerer Entfernung um die Bavella-Gruppe herum und vereinigt sich dann bald wieder mit der Bergstrecke. Auch auf diesem Weg werden Sie den ganzen Zauber des Bavella-Gebietes erleben: die von Laricio-Kiefern eingerahmten Zacken der Felsen, die Mufflons, vielleicht Steinadler und Bartgeier. Wohl am schönsten ist es, Sonnenauf- und Sonnenuntergang am Bavella beobachten zu können. Es lohnt sich, für einen Tag in der Gegend Quartier zu beziehen und dort Ausflüge zu machen.







