Von Herrlisheim nach Guebwiller
Zum Weiterpilgern suchen Sie wieder den Fluss auf, der Sie schon nach Herrlisheim hinein brachte und folgen der Thur zunächst flussaufwärts. Bald ist Hattstatt erreicht, dann folgt Gueberschwihr, ein ganz bemerkenswertes kleines mittelalterliches Städtchen. Ein reiches künstlerisches Erbe in Form des Fachwerks und der verschiedenen Verzierungen der Häuser mit Türmchen und Treppchen, Torbögen und Ornamenten macht den Charme Gueberschwihrs aus. Beachtenswert sind hier besonders der Hauptplatz mit „Rosswäsch“ und einem Brunnen aus dem 17. Jahrhundert sowie die Kirche St. Pantaleon.
Die Jungfrau am Berg
Der Weg führt Sie aus Gueberschwihr hinaus und über einen schattigen Kreuzweg durch den Wald in etwa einer halben Stunde recht steil zum Kloster Notre-Dame de Schauenberg hinauf. Alternativ kann auch ein etwas abenteuerlicherer und noch steilerer Weg entlang aufgelassener Steinbrüche gewählt werden. Der Legende nach ist einem vom Kreuzzug heimkehrenden Ritter hier am Berg ein flammenumkränztes Bildnis der Jungfrau Maria erschienen. Belegt ist jedoch, dass ein Einsiedler hier 1400 eine erste Kapelle errichtete. Nach einer Wunderheilung entwickelte sich dann eine Wallfahrt zu dem Ort und das Kloster wurde angesiedelt.
Abstieg durch die Weinberge
Der Weg führt von der Klosterpforte aus durch den Wald weiter bergan, bis Sie an eine Hochfläche gelangen, die Sie in Form einer wilden Wiese durchwandern. Beachten Sie beim Aufstieg die Madonnenstatue in der Eiche! Am Ende führt dann ein steiler, befestigter Weg durch die Weinberge abwärts. Sie betreten und durchlaufen Soultzmatt und müssen hinter dem Ort über einen breiten Kreuzweg durch den Wald gehend wieder auf einen Berg hinauf steigen. Sie erreichen die Kapelle Val du Pâtre (mit Jakobus-Freske) und setzen Ihren Weg über Waldwege weiter fort, bis Sie mit schönem Blick in das Tal hinter dem Col du Dreibannstein nach Guebwiller, Ihrem heutigen Ziel absteigen.
Wie geht es weiter
Eine vollständige Wegbeschreibung zu den einzelnen Etappen finden Sie im Wanderführer zu diesem Abschnitt des Jakobsweges.
Fotos
Mit freundlicher Genehmigung von Hans-Jörg Bahmüller







