Von Gy nach Gray
In Gy treffen zwei klassische Jakobswegevarianten aufeinander. Man könnte auch sagen, hier gabelt sich der Chemin de St. Jacques, denn es gilt, sich zu entscheiden welchen Anschluss auf dem Gesamtweg man suchen will. Eine nördliche Variante führt über Gray nach Vézelay und dem dortigen berühmten Zwischenstopp der Jakobspilgerschaft an der Basilika Sainte-Madeleine, von dem aus die Via Lemovicensis ihren Weg nach Spanien nimmt. Die südliche Route geht über Abbaye d´Acey nach Le Puy-en-Velay, einem der ältesten Wallfahrtsorte Frankreichs. Pilgern Sie hier entlang, dieser Weg wird ab der folgenden Etappe vorgestellt, so gelangen Sie an den Ausgangspunkt der Via Podiensis.
Zur Via Lemovicensis
Für die ersten Kilometer in Richtung Gray nutzen Sie die Grande Rue, einen, was man anhand des vornehmen Namens eher nicht vermutet, zwischen Hecken und Wiesen verlaufenden Feldweg, der Sie nach Choye geleitet, von wo die Rue de Gray, die bald ebenfalls zum Feldweg wird, Villefrancon und Velesme ansteuert. In Choye finden Sie ein Schloss und eine Kirche vor. Der Weg führt bis hier und im Weiteren durch die schon so vertraute Mischung aus Wald, Feld und Wiese, situiert in einer hügeligen Landschaft.
Gray an der Saône
Der Charakter des Waldes ändert sich, sobald Sie sich Gray, Ihrem Etappenziel, nähern. Gray liegt an der Saône und das merken Sie ab der Ortschaft Ancier, wenn der Wald zu Auwald wird und generell die Zeichen für eine noch größere Feuchtigkeit der Gegend zunehmen. Wenn Sie beim Eintritt in die Altstadt en Fluss überqueren, so gelangen Sie auch in das Burgund, die dritte Region des Weges, das Sie auf der weiteren Strecke nach Vézelay durchstreifen werden. Vorher lohnen aber noch Bummel durch die Altstadt und entlang der Uferpromenade.







