Von Captieux nach Roquefort
Abwechselnd durch Feld und Wald, bei zunehmendem Waldanteil, laufen Sie nach Retjons. Auf halbem Weg zu diesem Ort betreten Sie das Département Les Landes. Bis in das 19. Jahrhundert hinein war dies eine meist sumpfige Heidelandschaft, die einst zu den schwierigsten Passagen der Via Lemovicensis gehörte. Krankheiten drohten hier ebenso wie Banditen. Dann wurde die Heide in einem Kraftakt trockengelegt und mit Kiefern aufgeforstet. Erstaunlich: eine der größten zusammenhängenden Waldlandschaften Europas ist somit von Menschenhand angelegt worden.
Noch 1.000 Kilometer
Die Kiefernwälder der Landes umfassen mehr als eine Million Hektar, und Sie durchwandern in südwestlicher Richtung einen Gutteil davon. Ihren Weg können Sie aber auch im Wald kaum verlieren, da die Piste eindeutig verläuft. Übrigens: Die „riesigen Stechmücken“, die der historische Pilgerführer von Aymeric Picaud beschreibt, haben sich durch den Wald nicht vertreiben lassen. In Retjons sind es dann noch genau 1.000 Kilometer ... bis Santiago de Compostela allerdings!
Kreuz und quer durch den Wald
Retjons nennt übrigens eine hübsche Kapelle sein Eigen, die Chapelle Notre-Dame de Lugaut, die allerdings nur an den Wochenenden und auch nur im Sommer geöffnet ist. Die nächsten zehn Kilometer bis Roquefort sind ein wenig eigenwillig durch den Wald geführt. Sie werden kreuz und quer geschickt. Die Wegführung ist hier jedoch gut durchmarkiert, so dass dies kein Problem darstellen sollte. Bald werden Sie Roquefort erreicht haben.
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