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25.05.2013
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Via Lemovicensis: Vézelay - St. Jean Pied-de-Port

Die Via Lemovicensis lädt Sie ein. Zum Wandern - natürlich - aber vielleicht auch zur Erfahrung der spirituellen Seite des Wanderns: zur Pilgerschaft. Genauer: zum Pilgern auf einem der klassischen Jakobswege, auch wenn man sagt, dass jeder Weg, der zum Grab des Apostel Jakobus in Santiago de Compostela führt, ein Jakobsweg ist. Durch Frankreich verlaufen vier solcher klassischer Pilgerrouten, als die man jene Wege bezeichnet, die schon im Codex Calictinus aus dem Jahr 1139 aufgeführt wurden. Die Via Lemovicensis, die den Pilger über fast 1050 Kilometer von Vézelay nach Saint-Jean-Pied-de-Port bringt, ist damit Teil der „Ersten Kulturstraße Europas" und lädt Sie, wie gesagt, ein, auf vergleichsweise ruhigen Wegen durch Mittel- nach Südwestfrankreich zu wandern.

 


Der Weg, den Sie in Frankreich auch als „Voie de Vézelay" bezeichnet finden werden, schließt an den von Trier und dem luxemburgischen Schengen nach Vézelay heranführenden Jakobsweg, der ebenfalls bei fernwege.de präsentiert wird. Im Burgund beginnend, berühren Sie auf Ihrem Weg die Auvergne, durchstreifen die Gascogne und beenden den Weg an den Pyrenäen. Wandern Sie in den ersten Tagen noch durch langsam auslaufende Mittelgebirgslandschaften, wird es im Weiteren immer flacher, bis Sie den Fuß der Frankreich und Spanien trennenden Gebirgskette mit ihrem schon südländischen Flair erreichen. Überhaupt stellt der Weg keinerlei technische Anforderungen an den Wanderer oder seine Ausrüstung. Zudem gilt die Via Lemovicensis als der ruhigste der französischen Jakobswege; sie ist nicht überlaufen und führt auch nicht durch touristisch stärker erschlossene Gebiete.

 

Sie beginnen Ihre Pilgerschaft in Vézelay, das als Sitz eines Weltkulturerbes mit der Basilika Sainte-Madeleine einen sofortigen ersten Höhepunkt des Weges darstellt. Über die Loire hinweg führt Ihr Weg Sie dann über viele Tage nach Südwesten. Die Landschaft wird flacher, das Klima spürbar wärmer und die Vegetation immer mediterraner, während Sie durch das ländliche Frankreich weit abseits von der alltäglichen Hektik unterwegs sind. Nevers, Limoges, Périgueux und Mont-de-Marsan heißen die kleinen Metropolen, die Sie berühren werden; neben der Loire sind es die Dordogne und die Garonne, die Sie überqueren müssen. Dass der Aufbau des Pilgerweges erst Anfang der Neunziger begonnen wurde, merkt man dem gut ausgezeichneten Weg kaum an. Und auch die Infrastruktur ist mittlerweile in ausreichender Weise ausgebaut, so dass Sie sich voll auf das Erlebnis von Land und Bewegung konzentrieren können.

 

 

Neben dem Erlebnis von Kultur und Natur ist die Entscheidung, über einen Jakobsweg zu pilgern, für viele Menschen auch und in erster Linie eine der spirituellen Inspiration. Diese kommt aus dem Inneren; doch wir möchten es nicht versäumen, Sie auch auf zwei äußere Zeichen der Pilgerschaft, Jakobsmuschel und Pilgerpass, aufmerksam zu machen. Die Jakobsmuschel ist von Alters her das Zeichen der Pilger und seiner oder ihrer Pilgerschaft gewesen und wird als Symbol (oder echte Muschel) auch heute gerne mitgeführt. Der Pilgerpass, den Sie in Deutschland beispielsweise von allen Jakobsgesellschaften bekommen können, ist der Nachweis Ihrer Pilgerschaft und wird in allen Orten entlang des Weges in Kirchen, Klöstern, Rathäusern und Postämtern gerne abgestempelt.

 

Wie vor allem in Nordspanien, auf dem Camino Frances, gibt es auf der hier beschriebenen französischen Strecke auch Pilgerherbergen, die Refuge pèlerin. Um hier Obdach zu finden, ist der Besitz eines Pilgerpasses obligatorisch. Allerdings sind diese nicht in solcher Dichte wie in Spanien vorhanden, doch stehen Ihnen neben den Pilgerherbergen günstige Jugend- und Wanderherbergen (Gite d´Étapes) zur Verfügung. Die Etappenvorschläge sind so angelegt, dass sie immer in Orten enden bzw. beginnen, die über ausreichende Beherbergungsmöglichkeiten verfügen. Da sie kaum größere Städte wie Limoges berühren, ist zu empfehlen, dass Sie die Übernachtungen in allen kleineren Orten vorab planen und buchen. Viele Unterkünfte bestehen auf telefonischer anmeldung, wenigstens 24 Stunden vor dem Eintreffen.

 

Etappen, Markierung

Zur Etappenübersicht

 

Wegübersicht

Zur Übersichtsskizze

 

Der Jakobsweg im fernwege.de TrailNetwork

Entdecken Sie Via Lemovicensis in Google Earth: anhand von flächendeckenden Sattelitenbildern können Sie kostenfrei über den Jakobsweg fliegen, Regionen heranzoomen, Städte erforschen und Landschaften entdecken.

 

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