Von Pradelles nach Cheylard l´Éveque
Das schönste Dorf Frankreichs ... Pradelles, eine Gründung des 12. Jahrhunderts, wird manchmal auch als das schönste Dorf Frankreichs bezeichnet. Diesen Ruhm verdankt es seinem einheitlich mittelalterlichen Stadtbild, das sich aus vielen schönen Bürgerhäusern, einem Schloss, einer wunderbar hellen Kirche aus dem 17. Jahrhundert und teilweise bestens erhaltenen Befestigungen zusammensetzt. Aber auch der ruhige Lebensrhythmus des Ortes wird zu diesem Ruf beitragen. Sollten Sie hier einen Tag verweilen, so besteht die Möglichkeit einer knapp 20 Kilometer langen Rundfahrt mit einer verträumt dahinzuckelnden Eisenbahn, die an die Züge aus alten Hollywood-Western erinnert. Stilvolle alte Unterkünfte laden zu einer weiteren Nacht ein.
... von oben gesehen
Am Place de la Halle startet der GR 70, wenn Sie sich von Pradelles morgen oder nach einem oder gar erst zwei Tagen losreißen können. Er führt in südwestlicher Richtung aus der Stadt hinaus und lädt sofort dazu ein, noch einen Abstecher auf einen kleinen Berg in der Nähe des Friedhofs zu unternehmen, von wo aus Sie einen wunderbaren Blick zurück auf Pradelles haben. Beim Croix d´Ardennes stoßen Sie dann wieder auf den Weg, der weiter nach Südwesten führt. Linker Hand, nach Südosten hin, begleitet Sie dabei ein Höhenzug, mit dem das eigentliche Zentralmassiv beginnt. Sie bleiben heute jedoch noch für eine Weile in der offen daliegenden Landschaft, bis Sie Langogne erreichen.
Es wird wilder
In Langogne aber geht es südwärts ins Massiv, in das Gévaudan hinein. Sie werden bemerken, dass hier alles plötzlich ruhiger und abgelegener wirkt als im Velay. Wenn Sie möchten, können Sie bei Langogne den Stausee von Naussac besuchen, der bei 1100 ha Größe immer weiter zum Wasser-Freizeitparadies ausgebaut wird, aber schon wegen seines geringen Alters nichts mit Stevenson zu tun hat. Ihr Weg führt mehr und mehr in die Höhe, die Sträßchen werden zugunsten von Pfaden eingetauscht, die offenen Felder wechseln in lichte, später dichter werdende Waldungen. Sehenswert am Weg ist besonders die romanische Kirche Saint-Flour-de-Mercoire.







