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Von Cheylard nach Notre-Dame-des-Neiges

Die Bestie des Gévaudan Heute betreten Sie das zentrale Gebiet des wilden Gévaudan und damit eine Region, die einst von Bauern und Schafszüchtern bewohnt war, in der Folge des Ersten Weltkrieges aber zu großen Teilen verlassen wurde und erst in jüngster Zeit durch den Tourismus langsam wieder revitalisiert wird. Die relative Einsamkeit ist aber nicht der Bestie zuzuschreiben, die hier Mitte des 18. Jahrhunderts hunderte Wölfe und eventuell auch Menschen gerissen haben soll. Aber keine Angst: Jener (Wer-?)Wolf wurde damals von einem Jäger mit einer Silberkugel getötet – heißt es der Legende nach. Christophe Gans drehte vor einiger Zeit mit „Der Pakt der Wölfe“ einen vielbeachteten Film über die Ereignisse.

 


Die Wildheit des Gévaudan

Ihre Chancen aber stehen heute sehr gut, das Gévaudan zu erleben, ohne dabei gefressen zu werden. Das wäre aber auch zu schade, denn die Landschaft ist wirklich beeindruckend: wild, ursprünglich, von großer Schönheit im Detail wie en gros. Zunächst geht es durch eine Landschaft voller sanfter Hügelkuppen. Wald und natürliche Wiesen wechseln einander stetig ab. Dann erfolgt der Aufstieg zum Trappistenkloster Notre-Dame-des-Neiges, das aber nicht mehr mit dem zu vergleichen ist, was Stevenson erlebte und über das er in etwas unheimlichen Worten berichtete. Das Kloster, es brannte 1870 ab, ist inzwischen neu erbaut, und die Trappisten zeigen heute ein weltoffenes Gesicht, was für Sie beste Einkehrmöglichkeiten bedeutet.

Typisch: Allier und Luc

Vorher jedoch steht ein abwechslungsreicher Weg an, der Sie durch Wälder, Wiesen und alte Dörfer führt, welche manches Kleinod beherbergen, etwa die alte Steinbrücke über die Allier bei Pranlac. Oder das Schloss von Luc, das Sie zuerst als abweisenden hohen Steinwall über den Bäumen erblicken, dann jedoch als Hort einer beeindruckenden weißen Madonna kennenlernen werden. Überhaupt ist hier Beeindruckendes für die Zukunft zu erwarten, denn die Schlossruine befindet sich in einer intensiven Restaurationsphase. Bei Laveyrune erreichen Sie das Departement Ardèche und werden aus dem Tal auf eine Höhe geführt, die einen exzellenten Blick auf das Kloster ermöglicht. Unterkunft finden Sie wohl nur kurz dahinter, in La Bastide, denn die öffentlichen Zellen im Kloster sind meist von Freunden und Verwandten der Mönche belegt.

 

Wie geht es weiter

Eine vollständige Wegbeschreibung finden Sie im offiziellen Wanderführer.

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Fotos

Mit freundlicher Genehmigung von M. Trippmacher.


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