Von Notre-Dame-des-Neiges nach Le Bleymard
Stevenson: Es wird noch schöner Gegen Ende des heutigen Tages erreichen Sie die Cévennen – damals Stevensons eigentliches Ziel. Bis hierhin ist der Weg nicht immer ein Vergnügen für ihn gewesen, und er hoffte vor allem, dass Wind und Regen nun ein Ende haben würde. In diesem Geist notierte er über den Eintritt bei L´Estampe hocherfreut, dass das Gelände lieblicher und selbst die Geräusche und Gerüche schöner geworden seien. Urteilen Sie selbst. Nehmen sie aber genug Proviant, vor allem Wasser mit, denn vor Le Bleymard gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten und nur ein Gîte d´Ètape.
In die Cévennen
Sie verlassen La Bastide über den Fluss und wandern hoch auf den Hang. Es folgt ein Morgen, den Sie im Wesentlichen hoch über der Allier verbringen werden, wobei Sie die französische Wasserscheide queren. In Chasserades treffen Sie auf eine imposante, gedrungene romanische Kirche, und bei Mirandol dominiert eine gewaltige Eisenbahnbrücke die Landschaft. 30 Meter hoch und 120 Meter lang spannt sich die hellgraue Steinkonstruktion über den Fluss Chassezac. Diese Eisenbahn ist übrigens noch in Betrieb. Bis L´Estampe bleiben Sie in der Nähe der Bahn, dann sind die Cevennen erreicht.
Auf – ab, kreuz – quer
Es geht ein kurzes Stück über eine kleine Landstraße, dann sind es wieder Feld- und Graswege, die Sie mal hoch, mal runter führen, mal links, mal rechts herum weisen – alles in allem aber An- und Abstiege, die nicht all zu ermüdend sind, zumal die Hügel und Berge immer wieder erfrischende Blicke über die Landschaft erlauben. Unterwegs treffen Sie auf ein verlassenes altes Dorf, Serreméjan - eines von vielen in dieser Gegend. Erfreulicher ist da schon die Quelle des Lot, eines der größten Flüsse Südfrankreichs, die Sie nach steilem Abstieg erreichen. Dann gelangen Sie in Le Bleymard an und bemerken, dass dieses im Winter ein lebhaftes Ski-Resort sein muss. – Sie sind ganz schön in die Höhe gestiegen in den letzten Tagen.







