Von Baytown nach Glaisdale

Der Startpunkt liegt am Nordseestrand in Baytown, North Yorkshire. Die Route führt durch den Ort nach Norden auf die Klippen über der Nordsee, biegt dann nach Westen, durchquert den Weiler Hawsker und schlägt einen Bogen durch die Graystone Hills im Fylingdale Moor.
Nach dem Abstieg ins Tal folgt der Weg dem Lauf des Little Beck bis zu der gleichnamigen Siedlung. Von dort führt er auf die Hochfläche des Sleight Moors.
Auf einer Landstraße geht es hinab in das Tal des River Esk nach Grosmont, der einzigen größeren Ortschaft dieser Etappe. Es folgen noch etwa vier Kilometer im Esk Dale und die Durchwanderung des East Arncliffe Woods bevor der Zielort Glaisdale erreicht ist.
Die ersten Schritte als "Coaster"

(...) Bis nach Maw Wyke Hole (eine Bucht in der Steilküste, wo der Bach "Oakham Beck” in die Nordsee fließt) ist es ein wahrer Genuß, an der Klippenkante entlang zu wandern: rechts die offene Nordsee und links die Weiden mit den friedlich grasenden Schafen. An der Ecke von Maw Wyke Hole, wo der Blick in die steilen Klippen frei wird und kreischende Möwen sich um die besten Nistplätze streiten, steht ein Wegweiser: "Hawsker”. Hier biegt der Weg nun nach links (Südwest) - parallel dem Oakham Beck folgend - und führt direkt über den Campingplatz "North Cliffe Caravan Site”.
Den Cleveland Way, den Sie an der Klippenkante verlassen, werden Sie nun erst in zwei Tagen wieder treffen - allerdings in einer Landschaft, ganz anders als diese hier. Offensichtlich sind die Campingplatz-Bewohner gut an die "Coaster” (abgeleitet von Coast=Küste - so werden die Wanderer auf dieser Strecke allgemein genannt) gewöhnt. Manche nehmen keine Notiz von ihnen, andere grüßen wahlweise aufmunternd (bei Starters) oder respektvoll (bei Finishers). (...)
Von der Küste in die Moore

(...) Die erste Begegnung mit den Heidemooren im Mittelteil der britischen Insel übt auf einen Kontinental-Europäer eine ganz eigene Wirkung aus. Diese fremdartige Landschaft mit stacheligen Ginsterarten (Engl. Ginster, Stechginster), einer Vielfalt unterschiedlicher Heidekräuter (Besenheide, Echte Glockenheide, Graue Glockenheide u.a.) und unzähligen sichtbaren und versteckten Tümpeln - ohne Bäume und Sträucher - wird für die nächsten Tage Ihr Zuhause sein.
Die Graystone Hills sind - als Wanderer mit Alpen-Erfahrung würden wir sagen - ein nach Norden geöffnetes Kar. Das bedeutet, hier muß ein weiter Bogen, zunächst nach Süden und dann nach Westen gelaufen werden.
Ein wenig gewöhnungsbedürftig sind die sog. Footpaths (Wanderpfade) auf diesen Hochmoorflächen. Welche Füße diese Pfade getrampelt haben, läßt sich nie mit Sicherheit ausmachen. So ergibt es sich, daß der Wanderer bei etwas Unaufmerksamkeit - im Sinne des Wortes - wie ein dummes Schaf dem anderen folgt. Die hier überall frei herumlaufenden Schafe treten sich Spuren von ca. 30-40cm Breite, die einem menschlichen Wanderweg täuschend ähnlich sehen. Das, was die (sehr guten) OS-Karten angeben, ist auch nicht viel mehr, als die einzuschlagende Richtung. Da hilft im Prinzip nur eins: den nächsten Fixpunkt (Anlaufpunkt) am Horizont oder in etwas größerer Entfernung suchen und dann einen möglichst trockenen Weg dorthin zu finden. Hierfür bieten sich schon einmal abgebrannte oder frisch ausschlagende Heidekrautflächen an, weil da das Marschieren den geringsten Kraftaufwand erfordert und es meist nicht ganz so feucht ist. (...)
Der vollständige Text
Die vollständige Wegbeschreibung, Profile, Skizzen (schwarz/weiß) und Adressen von Übernachtungsmöglichkeiten finden Sie im fernwege.de - Wanderführer: Der Coast to Coast Walk.
Jetzt bestellen.
Testen Sie bevor Sie kaufen
Auf jeder Etappe finden Sie einen Ausschnitt aus der zugehörigen Wegbeschreibung, eine Wegskizze und ein Streckenprofil. Beurteilen Sie so den Nutzen des fernwege.de-Wanderführers: Der Coast to Coast Walk
Mehr Infos dazu.



