Vom Rifugio Alpetto zum Rifugio Bagnour
In die alte Bauernrepublik Weiter geht es mit der weitläufigen Umrundung des Gipfelgebietes. Kurz vor dem Passo Gallerino (2 726 m) trifft man wieder auf die Route des ‚Giro Classico‘. Ein Stück weit nehmen beide Giri den gleichen Verlauf und gelangen gemeinsam zum Passo San Chiaffredo (2 764 m), den Übergang zwischen Valle Po und Valle Varaita. Hier betritt man die historische Region des ‚Grand Escarton‘. Dann beginnt ein langer Abstieg, der durch den Bosco dell’Alevè, einen der größten Zirbelkiefernwälder der Alpen verläuft. Und während dem Wanderer auf dem ‚Giro Classico‘ noch ein langer Ab- und Anstieg bevorsteht, ist das Ziel dieser Etappe bei Pian Meyer, schon recht nah.
Freilichtkunst
[...] In leichtem Abstieg geht es zur nächsten geröllübersäten Höhenstufe, dort vorbei am Lago Lungo (2 743 m) und dem Lago Bertin (2 701 m), über dem aussichtsreich das rotgelbe Bivacco Bertoglio steht. Der Ausdruck ‚Freilichtmuseum‘ wird in der Alpinliteratur etwas inflationär verwendet, hier aber passt er haargenau – denn die gesamte Hochebene ist mit kleinen, kunstvoll aufgeschichteten Steinskulpturen versehen. Das sind nicht nur profane Steinmännchen, das ist flächendeckendes ‚Stoning‘. [...]
Im Bosco dell’Alevè
[...] Wenig später verändert sich die Landschaft vollständig: Der Giro del Monviso verläuft nun über einen Waldweg. Allerdings handelt es sich hier nicht um einen x-beliebigen Wald - sondern um den Bosco dell’Alevè, mit 825 Hektar einer der größten Zirbelkiefernwälder der Alpen. [...] Der Name ‚Alevè‘ leitet sich aus dem Okzitanischen ab und heißt nichts anderes als Zirbelkiefer (in manchen Regionen auch Arve oder Zirbe genannt). Der Wald erstreckt sich von Sampeyre über Casteldelfino bis nach Pontechianale auf Höhen zwischen 1 300 und 2 400 Metern. Die Bäume sind bis zu 600 Jahre alt. [...]
Wie geht es weiter
Eine vollständige Wegbeschreibung finden Sie im offiziellen Wanderführer.
Fotos
Mit freundlicher Genehmigung von Sabine Bade und Wolfram Mikuteit.







